Gastbeiträge zu ...ordnungspolitische und ethische Maßstäbe für die Wirtschaft erneuern

Die Ökumenische Sozialinitiative der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland hat eine breite Diskussion angestoßen. Die zentralen Etappen des Diskussionsprozesses, vom Kongress "Gemeinsame Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft" bis zu den Stellungnahmen, Gastbeiträgen und Kommentaren hier auf dieser Webseite, sind im Dokumentationsband "Im Dienst an einer gerechten Gesellschaft" zusammengefasst, den Sie hier als PDF herunterladen können
16.02.2015
Beim sozialethischen Gespräch am 31. Januar 2015 in Frankfurt hat der Sozialethiker Franz Segbers drei Thesen zur Sozialinitiative und ihrer Resonanz aufgestellt. Diese Thesen und die Ausführungen von Franz Segbers sind hier dokumentiert.
Der "Trägerkreis Lankwitzer Friedensgespräche" in Lankwitz, einem Ortsteil des Bezirks Steglitz-Zehlendorf, hat sich zu jedem Abschnitt der Sozialinitiative Gedanken gemacht und Anmerkungen formuliert, die hier vollständig dokumentiert werden.
23.12.2014
Die Ökumenische Sozialinitiative reagiert in ihrer 5. These auf diese zukunftsvergessene Entwicklung. Sie fordert, in den Lebens- und Wirtschaftsstilen die ökologische Nachhaltigkeit zu verankern. Leider bestimmt sie den Begriff nicht viel näher, wichtig aber ist die Doppelung von Lebens- UND Wirtschaftsstilen. Denn meist beschränken sich die bekannten Appelle zur „Maßhaltung“, zum „gut leben statt viel haben“, oder zur neuen Selbstbescheidung beim Konsum zugunsten von mehr Lebensqualität auf die individuelle Lebensführung. So nötig Maßhalten, „Suffizienz“, in möglichst vielen Bereichen ist, so wenig kann sie ausreichen, eine zukunftsgerechte Entwicklung sicherzustellen. Ohne Änderung der Wirtschaftsstile, also ohne strukturelle Anpassungen und ohne Ordnungspolitik, wird es nicht gelingen, die Krisen zu bewältigen.
23.12.2014
Ohne den Euro würde insbesondere die mittelständische Wirtschaft weniger gut an der Globalisierung teilhaben können. Doch die berechtigte Frage nach der Entwicklung der Schuldenquote und welche Auswirkungen diese auf kommende Generationen hat, ist aus meiner Sicht sehr eindeutig zu beantworten.
23.12.2014
Zwar hatten die EKD wie die Deutsche Bischofskonferenz bereits kurz nach der Finanzkrise 2007 bis 2009 in jeweils getrennten Dokumenten dazu Stellung genommen. Ein wesentlicher Grund für die Kirchen, sich nach 1997 wieder in einer gemeinsamen Sozialinitiative zu Wort zumelden, lag auch darin, dass die notwendigen Konsequenzen weder bei den beteiligten Akteuren der Finanzwirtschaft noch in der nationalen oder europäischen, schon gar nicht in der internationalen Regulierung der Finanzwirtschaft, hinreichend gezogen wurden.
15.12.2014
Seit mehr als 40 Jahren wird in der Öffentlichkeit die vorherrschende ökonomische Wachstumsorientierung hinterfragt. Dennoch steht Wirtschaftswachstum – gemessen als Summe aller ökonomisch bewerteten Güter und Dienstleistungen durch das Bruttosozialprodukt – nach wie vor im Zentrum der wirtschaftlichen Zielsetzungen. Doch was ist zu tun, wenn das Wirtschaftswachstum immer mehr ökologische Krisen nach sich zieht oder sich – wie das exorbitante Wachstum der Umsätze und Gewinne an den Finanzmärkten – von den realwirtschaftlichen Entwicklungen abkoppelt?
25.07.2014
Die Initiative e.V. macht in ihrem Gastbeitrag deutlich, dass die Forderungen der Kirchen an die Wirtschaft von gläubigen Unternehmern bereits erfüllt werden. Diese Unternehmer sollte die Kirche stärker fördern und in ihren Glaubensüberzeugungen unterstützen.
Die Sozialinitiative darf nicht in den Schubladen verschwinden. Er sollte Grundlage für gesellschaftliche Debatten werden. Ob dieses Ziel erreicht wird, bleibt fraglich, schreibt das Kolpingwerk Deutschland in seiner offiziellen Stellungnahme.
Die Sozialinitiative der Kirchen trifft allgemeine Aussagen, die auf der Grundlage christlicher Ethik weitgehend konsensual sind, argumentiert der Ausschuss für Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche von Westfalen. Die Eindeutigkeit und Parteinahme des Sozialworts 1997 allerdings fehle. Der weitere Prozess müsse Alternativen zum bisherigen Handeln aufzeigen.
11.07.2014
Mitglieder des Beuroner Forums reagieren mit einer Aufforderung zu mehr Mut auf die Sozialinitiative der evangelischen und katholischen Kirche. Die kritische Analyse der ökonomischen Wachstumsproblematik kommt ihrer Meinung viel zu kurz.