Ellen Ueberschär

"Es ist nicht alles schlecht, aber vieles kann besser werden"

Die Ökumenische Sozialinitiative der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland hat eine breite Diskussion angestoßen. Die zentralen Etappen des Diskussionsprozesses, vom Kongress "Gemeinsame Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft" bis zu den Stellungnahmen, Gastbeiträgen und Kommentaren hier auf dieser Webseite, sind im Dokumentationsband "Im Dienst an einer gerechten Gesellschaft" zusammengefasst, den Sie hier als PDF herunterladen können

Ellen Ueberschär

Dr. Ellen Ueberschär ist Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages.

Ellen Ueberschär, Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, zur ökumenischen Sozialinitiative

Mir gefällt an der Sozialinitiative vor allem, dass sie ökumenisch ist, das eröffnet viele Chancen des Gesprächs. Wir werden auch 2015 auf dem Kirchentag in Stuttgart eine ganze Reihe der Themen aufnehmen, Bildung zum Beispiel, Inklusion, Wirtschaft und Ökologie. Die zehn Punkte der Sozialinitiative sagen aus meiner Sicht: Es ist nicht alles schlecht in diesem Land, vieles kann besser werden - und das ist das Arbeitsprogramm. Insofern bin ich davon überzeugt, dass es den Kirchen gut tut, in keine Richtung Türen zuzuschlagen, sondern zum Beispiel in der Frage Verteilungsgerechtigkeit oder Chancengerechtigkeit die Türen offen zu halten und alle, die sich für das Gemeinwohl in diesem Land zwar verantwortlich fühlen, aber vielleicht nicht gemeinsam, an einen Tisch zu bringen. Diese kommunikativen Möglichkeiten haben die Kirchen. Sie haben einen Gesprächsraum eröffnet, und ich wünsche der Debatte, dass dieser Gesprächsraum auch genutzt wird.