...durch Bildung die persönliche Entwicklung und gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt fördern

Die Ökumenische Sozialinitiative der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland hat eine breite Diskussion angestoßen. Die zentralen Etappen des Diskussionsprozesses, vom Kongress "Gemeinsame Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft" bis zu den Stellungnahmen, Gastbeiträgen und Kommentaren hier auf dieser Webseite, sind im Dokumentationsband "Im Dienst an einer gerechten Gesellschaft" zusammengefasst, den Sie hier als PDF herunterladen können

Bildung und Qualifizierung sind wesentliche Voraussetzungen für Beschäftigungschancen auf dem Arbeitsmarkt. Mangelnde oder unzureichende Bildung wirkt sich aber nicht nur in der Erwerbsbiographie des Einzelnen, sondern im gesamten Leben aus. Denn Bildung dient nicht nur der Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten, sondern sie dient der Persönlichkeitsentfaltung und ist maßgeblich für gesellschaftliche Teilhabe. Sie ist entscheidend für die persönliche  Entwicklung, eine dynamische und erfolgreiche Wirtschaft und die Zukunft der Gesellschaft. Deshalb ist die Realisierung einer Bildungsgesellschaft eine der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Unser Verständnis von Bildung muss auf die gesellschaftlichen Veränderungen wie den demographischen Wandel, den weiter steigenden Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund und auf die im Zuge der Globalisierung und des technischen Fortschritts entstandene weltweite Informations- und Wissensgesellschaft reagieren. Diese Veränderungen stellen die Menschen vor die große Herausforderung, Wissen sowie die Fähigkeit, das erworbene Wissen anzuwenden, im Lebenslauf ständig anzupassen und durch Lernen zu erweitern. Die daraus abgeleitete Idee vom lebenslangen oder lebensbegleitenden Lernen unterstreicht, dass Bildung ein anhaltender, die gesamte Lebensspanne umfassender Prozess ist. Bildungspolitik ist so verstanden wichtiger Teil einer vorsorgenden Sozialpolitik.

Zur Realisierung einer Gesellschaft, die Bildung von Anfang an und für alle ermöglicht, muss einerseits mehr Geld für Investitionen in Bildung zur Verfügung gestellt, andererseits aber auch die bisherige Verwendung finanzieller Mittel im Bildungsbereich überdacht werden. Der Idee eines befähigenden und vorsorgenden Sozialstaates folgend, sollte dementsprechend vor allem am Anfang der Bildungsbiographie investiert werden.

Bildungsarmut im Elternhaus gefährdet die Zukunftsaussichten von Kindern

In den ersten Lebensjahren ist zunächst die Familie der vorrangige Bildungsort. Diese Zeiten, die Familien mit ihren Kindern verbringen, werden zunehmend durch frühkindliche Bildungsangebote ergänzt. Doch vor allem im Bereich der frühkindlichen Bildung bestehen in Deutschland erhebliche Defizite. Kinder von Eltern, die bereits selbst keinen berufsqualifizierenden Abschluss erworben haben, stehen bei uns in großer Gefahr, ein Leben lang in der Bildungsarmut zu verbleiben. Die Statistiken zeigen, dass Bildungsarmut im Elternhaus die Zukunftsaussichten von Kindern stärker gefährdet als materielle Armut und meist beides miteinander einhergeht. Für die kindliche Entwicklung wirken sich darüber hinaus mangelnde Gesundheitsvorsorge und schwierige Familienbeziehungen nachteilig aus. Durch Formen aufsuchender Elternarbeit und Erziehungshilfe für sozial schwache Familien sowie einer intensiveren Verknüpfung zwischen Bildungseinrichtungen und Elternhaus könnten hier bessere Startchancen eröffnet werden.

Und auch hier ist das moralisch Richtige zugleich das volkswirtschaftlich Effiziente: Investitionen in frühkindliche Bildung verhindern, dass Kinder aus benachteiligten Familien bereits beim Eintritt in die Grundschule kaum noch aufzuholende Sprach- und Entwicklungsdefizite haben; sie eröffnen damit nachhaltig Selbstentfaltungsspielräume und ermöglichen soziale Teilhabe. Zugleich sparen sie Ausgaben für spätere nachsorgende sozialstaatliche Fürsorge, weil die bisherige Vererbungskette von Armut durchbrochen wird. Vergleichbares gilt für den Zusammenhang von Bildungsstand und individuellem Gesundheitszustand. Die Fähigkeit, sich gesundheitsrelevantes Wissen zu beschaffen, dieses zu bewerten und umzusetzen, fördert gesundheitsbewusstes Verhalten. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf die individuelle Gesundheit aus, sondern entlastet die Gesellschaft und das Gesundheitssystem.

Bildungspolitik darf sich nicht einseitig auf Wissenschaftler, Ingenieure und hochqualifizierte Facharbeiter fokussieren

Wenn auch Bildung weit über die frühkindliche Bildung und Schul- und Berufsausbildung hinausreicht, so wird jedoch in dieser ersten Phase der Bildungsbiographie die Basis für selbstständiges Lernen und damit die wesentlichen Voraussetzungen für das Weiterlernen geschaffen. Auch deshalb darf ein Scheitern in der frühen Phase von Schule und Ausbildung nicht zur Sackgasse werden. Die sozialen Chancen des Einzelnen sind in unserer hochentwickelten Leistungs- und Wissensgesellschaft stark von seiner individuellen Bildung abhängig. Die Bildungspolitik darf sich deshalb nicht einseitig auf den Wissenschaftler, den Ingenieur und den hochqualifizierten Facharbeiter fokussieren. Es sind mehr Durchlässigkeit im gesamten Bildungssystem und stärkere Anstrengungen bei der Bildungsförderung auch in der Breite notwendig.

Auch die berufliche (Weiter-)Bildung gewinnt angesichts der rapiden Weiterentwicklung des Wissens immer mehr an Bedeutung. Deshalb müssen vor allem Ältere und Personen mit niedrigen Berufsabschlüssen durch zielgenaue Angebote zur beruflichen Weiterbildung ermutigt werden. Lernen muss auch für Menschen in der spät- und nachberuflichen Phase attraktiv bleiben, etwa zum Erhalt der Selbstständigkeit, zur persönlichen Entwicklung und Lebensbereicherung sowie zur Weitergabe von Wissen, Kompetenzen und Erfahrungen. Die Möglichkeiten für das Lernen im gesamten Lebenslauf müssen verbessert und attraktiver gestaltet werden, damit die Begabungen und Potentiale von Jung und Alt zur Geltung gebracht und entwickelt werden können. Auch hier ist der Blick vor allem auf Personen mit niedrigen Berufsabschlüssen zu richten. Sie müssen zur Weiterbildung ermutigt werden, um zu verhindern, dass ihre Potentiale ungenutzt bleiben. Bildung ist ein wichtiges Fundament für ein erfülltes Leben.

Kommentare

Lernen findet nicht nur im Berufsalltag statt, man kann auch im Leben und durch leben lernen. Außerdem frage ich mich, wie qualifiziert muss ich vor dem Antritt einer beruflichen Laufbahn sein, zudem die Theorie oft weit weg von der Praxis ist. Ich finde man muss auch Perspektiven für die Menschen schaffen, die nicht ihr Leben auf der Schulbank verbringen wollen und ihr Potential in der Praxis sehr gut umsetzen können. Wie viel Wissen ist nötig, um am Ball bleiben zu können? Genügt es da nicht sich regelmäßig auf dem Laufenden zu halten und nur bei dem Wunsch nach Veränderung eine Fortbildung anzustreben? Mir wird viel zu viel von beruflicher und schulischer Bildung gesprochen, es geht auch um die menschliche, die persönliche Bildung und die körperliche Bildung, die gerade im Berufsleben oft auf der Strecke bleiben. Bildung ist eine gute Sache, doch ich habe den Eindruck, sie wird in der heutigen Zeit auf den schulischen und beruflichen Bildungsstand zurück reduziert und lässt die persönliche und geistige Bildung, die aus eigenem Potential entstehen kann völlig außer Acht. Neu entstandene Berufszweige, helfen uns dann wieder auf den richtigen Weg. Es ist traurig zu sehen, wie Menschen auf ihren Bildungsstand reduziert werden und das obwohl es nur eine Sache des Lernens aber auch des Willens dazu ist. Ich wünsche mir den Menschen wieder als Menschen, als komplexes Lebewesen mit eigenen Wünschen und Vorstellungen, die nicht dem Ideal einer Gesellschaft entsprechen.

Glückwunsch zur Sozialinitiative,

nun muss konkretes umgesetzt werden, weshalb ich die Einführung einer Bildungswährung 2.0 fordere; sämtliche Informationen hierzu finden im Netz unter YouSocial punkt org (Links funktionieren hier nicht !)

Es gibt nur eines, was auf Dauer teurer ist als Bildung: Keine Bildung.
- John F. Kennedy -

Die beiden großen Kirchen suggerieren mit diesem geschwollenen Text, dass nur diejenigen den Inhalt lesen und auch verstehen können, die bei der Ökumenischen Erwachsenenbildungsstätte regelmässig "Kurse" belegen.

Dass Bildung instrumentalisiert wird, finde ich absolut nicht ok.

Der freie eingetragene Verein "Evangelische Erwachsenenbildung" suggeriert den Menschen, dass religiöses "Lifelong Learning" innerhalb der Kirche, ein absolutes "Muss" ist, damit Menschen ihren Glauben überhaupt erst "verstehen" können.

Dabei übersieht dieser Evangelische Dachverbandsverein, dass mit derartigen Aussagen, Menschen "ausgegrenzt" werden, die sich nicht dem lebenslangen Lernen verschrieben haben, weil es eben auch noch andere wichtige Dinge im Leben gibt: die Kinder erziehen, die Eltern pflegen, mit dem Mann einen schönen Abend geniessen......

Die Bildungspolitik hat es geschafft, sehr viele "Berufe mit Qualifikationsnachweis" auseinanderzudiffidieren, um dadurch mehrere kleine Billig-Jobs daraus zu erschaffen.

Aus dem Beruf der examinierten Altepflegerin wurden beispielsweise qualitative Arbeitsbereiche "einfach mal so" ausgegliedert, um dafür neue "Berufe ohne Qualifikationsnachweis" in die Welt zu setzen.

So gibt es jetzt beispielsweise Betreuungsassistenten, Alltagsbetreuer, und sonstige Ungelernte, ebenso Ehrenamtliche, die "therapeutische" Tischgespräche im Seniorenheim durchführen oder Mobilisationen, oder Aktivitäten im Bereich Bewegung, Bildung, usw.. gestalten. Jedoch von der Biografie und dem Krankheitsbild der Menschen null Ahnung haben und schon aufgrund von diesem "fehlenden Fachwissen" mehr kaputt als gut machen, weil eben die Qualifikation, die Sachkompetenz, die Methodenkompetenz und vor allem die persönlichen Schlüsselqualifikationen fehlen.

Wenn eine sogenannte "Assistentin" einen Brechreiz bekommt, wenn Sie einen alten Menschen betreuen oder begleiten soll, dann sagt das wohl alles.

Unsere derzeitige Wirtschaftsordnung legt keinen Wert mehr auf besonderer Eignung und Neigung der Menschen. Diese Wirtschaftsordnung legt auch keinen Wert mehr auf systematisch erlernte und mit Qualifikationsnachweis versehene berufliche Tätigkeit eines Menschen. Diese Wirtschaftsordnung legt auch überhaupt keinen Wert mehr darauf, dass Menschen "dauerhaft" gegen Entgelt eine hochwertige, spezialisierte Betätigung ausüben.

Und die Kirchen spielen hier mit!

Vor wenigen Jahren war es noch so, dass ein qualifizierter Reinigungsdienst, sowohl oben auf dem Dach die Fenster gereinigt hat, als auch unten in den Büros die Papierkörbe geleert hat.

Heutzutage gibt es nur noch Reinigungskräfte die exclusiv nur noch Papierkörbe leeren und Reinigungskräfte, die exclusiv nur noch an den Außenfassenden herumhangeln, um Fenster in schwindelnden Höhen zu putzen. Entsprechend eindimensional sieht dann das Entgelt aus. Diese Vorgehensweisen kann man in vielen Berufszweigen beobachten! Deshalb gibt es auch in Deutschland keine Fachkräfte mehr, und man muss Leute aus China angagieren.

Die kirchlichen Einrichtungen machen das viel cleverer: Diese stellen ungelernte Hauswirtschafterinnen ein, die sowohl Papierkörbe leeren als auch die Außenfassade schrubben als auch den Pflegebedürftigen auf Hochglanz bringen. Dieses Putz-und Pflegepersonal soll dann auch noch flexibel den ganzen Tag zur Verfügung stehen, je nach Bedarf, obwohl nur ein 30%iger Arbeitsvertrag vorliegt.

Ich meine, diese großen Töne, hier in diesen Berichten, könnten sich die beiden großen Kirchen ruhig sparen.

I

Es wäre sinnvoll, wenn man die "großen Worte" aus diesem Bericht streichen könnte, damit alle kapieren, um was es eigentlich geht. Statt dessen bitte ich um andere Umschreibungen.

Siehe Bericht von Katrin Oxen "Passionszeit ohne große Worte" könnte man doch auch für diese übergeschnappten Berichte anwenden! Damit wir alle eins sind!

Wie viel Zukunft hat Gott, wenn ich nicht weiß, dass er da ist? Sein Werk ist noch nicht vollendet, wo sind Seine Träume, die, die Er selbst entwickelt hat über die gesamte Zeit? Die offenen Fragen, die keiner bereit war im bestehenden Leben zu klären, weil Mutter unter den Anforderungen, die an sie gestellt wurden beinahe zusammengebrochen wäre und Gott sich beinahe für sie geopfert hätte? Ich wünsche mir eine verbale Auseinandersetzung zwischen den Menschen aller Rassen, denn tief in meinem Inneren bin ich davon überzeugt, dass wir alle eine gemeinsame Sprache haben, die wir nur lernen müssen zu verstehen. Die Trennung erfolgte durch unser aufgebautes Wissen, doch dieses Wissen kann verbunden werden. Körper, Geist und Seele können Eins werden, im Umdenken unserer Fähigkeiten. Sie als Fertigkeiten zu erkennen, also als gegeben anzunehmen wäre ein erster Schritt in eine göttliche Zukunft. Gedanken sind eins, sie müssen jedoch mitgeteilt werden, denn es kommt auf die Betrachtung an, wodurch man zum Ergebnis kommt und nicht wie das Ergebnis erreicht wurde. Die Menschheit ist Eins, in Gott, doch sie ist geteilt in ihrer Überzeugung und nun muss zusammengeführt werden, was über die Zeit getrennt wurde. Es muss eine Brücke gebaut werden zwischen Wissen und Glauben, um beide Überzeugungen zusammenzuführen und nicht zu trennen. Würde man in Schulen die eigene Entstehungsgeschichte lehren und die mit der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung vergleichen, dann hätte man auch einen neuen Bildungsstand erreicht.

Ihr Zitat: "Die Statistiken zeigen, dass Bildungsarmut im Elternhaus die Zukunftsaussichten von Kindern stärker gefährdet als materielle Armut und meist beides miteinander einhergeht."

Statistiken kann man mit einigen Kunstgriffen abändern.

Das Problem besteht eher darin, dass Eltern ihren Kindern alle Wege ermöglichen: Abitur und Studium. Anschliessen sind die Kinder so super g`scheit, dass sie sich für ihre Eltern schämen und ihren elitären Freundeskreis von den Eltern fernhalten.

Mal ehrlich! Die meisten Eltern, die Jahrgang 1938 - 1945 geboren wurden, hatten doch nur 8 Jahre "Volksschule" und mussten ab dem 14 Lebensjahr hart arbeiten und Geld verdienen.

"Du sollst deine Eltern ehren" - Dieses Gebot ist in Vergessenheit geraten.

Bei meinen Eltern steht kein einziges Buch im Wohnzimmerschrank. Dumm sind die beiden trotzdem nicht!

Die öffentliche Diskussion darüber sollte uns nicht davon abhalten, ein eigenes Urteil zu fällen, das dem Leben entspricht, das man selbst erlebt hat. Meine Eltern haben etwas mit moralischer Bildung zu tun, mit Anstand, Sitte und Respekt. So etwas lernte man zu meiner Zeit nicht in der Schule, dort wurde es umgesetzt oder in der Arbeit, da wurde es vorausgesetzt, es wurde durch Vorbilder vermittelt. Ich möchte die sehen, die heute solche Entwicklungssprünge miterleben müssten, wie es unsere Eltern taten. Oft als Kind im 2. Weltkrieg und dann in Armut und mit Entbehrungen aufgewachsen und doch die Freude und die Zuversicht am Leben nicht verloren und noch eigene Kinder in die Welt gesetzt. Dann die Belohnung für das Durchhaltevermögen im Wirtschaftsaufschwung und das Glück die eigenen Kinder ohne Krieg großziehen zu können. Großeltern durften diesen Aufschwung auch oft noch miterleben und sehen, wie gut es ihren Kindern ging und sich an den Enkeln erfreuen. Das war ihr Glück. Heute scheint es, als läge das Glück nicht mehr auf der Straße sondern müsste käuflich erworben werden. Warum führen wir dann diese Diskussion hier mit den Kirchen und auf anderem Feld mit der Politik? Es ist nicht die Bildung an der es krankt, nicht hier im Westen. Es sind Anstand, Moral und Sitte, die viele Probleme aufwerfen, die wir schon lange hinter uns glaubten. Wir können heute von den "Alten" lernen und sie im Gegenzug dafür in unsere Welt mitnehmen und nicht einfach dort zurücklassen, wo sie stehen geblieben sind, weil sie einfach müde sind. Sie hatten keine Psychotherapeuten die ihnen dabei halfen den Krieg zu verarbeiten, der ihnen noch heute viele Fragen mit auf den Weg gibt. Nicht alle Menschen sind gleich, doch sie sollten so behandelt werden, als gäbe es unter ihnen keine Wertigkeit.

Ihr Zitat
"Deshalb müssen vor allem Ältere und Personen mit niedrigen Berufsabschlüssen durch "zielgenaue" Angebote zur beruflichen Weiterbildung ermutigt werden."

Ich glaub ich spinn!
Ich lach mich krank!

Es liegt NICHT an den "Älteren", die keinen Bock auf Bildung haben, und denen man zielgenau ein Weiterbildungsangebot offerieren muss, sondern es liegt daran, dass die kirchlichen Arbeitgeber gar nicht wollen!

Obwohl es zwischenzeitlich das WEGEBAU-Programm gibt, und der Staat mit diesem Fördertopf bis zu 80% die "Unternehmer" fördert, damit diese die Umschulungskosten bzw. Weiterbildungskosten ihrer "ungebildeten, alten" Mitarbeiter fördern, habe ich (55 Jahre jung) von zwei kirchlichen Einrichtungen eine prompte Absage erhalten. Mit der Begründung: Wir haben kein Geld, wir sind grade dabei einen Verbund aufzubauen.

Weitere kirchliche Einrichtungen wollten das dicke WEGEBAU-Fördergeld komplett für sich selber einbehalten, hätten mich aber sehr gerne als Auszubildende mit 800 Euro Anfangsgehalt einstellen wollen.

Gefragt sind preiswerte, qualitativ hochwertige, christliche Hilfsarbeiterinnen, die ihre täglichen Überstunden als Ehrenamtliche Tätigkeit betrachten.

Letztendlich hat es geklappt! Eine katholische Stiftung hatte Erbarmen mit mir und weiteren "Alten" Kolleginnen. Nun haben wir 100%ige Arbeitsverträge für die kommenden 2 Jahre und werden unter Weiterzahlung des Entgeltes freigestellt für die theoretische Umschulungsmaßnahme. Die Fördergelder werden fast vollständig an uns weitergegeben.

Geht doch!

Innerhalb den Kirchengemeinden wird neuerdings die "Offene Betreuung" angeboten.

Damit wollen die Kirchengemeinden, nicht zuletzt aus arbeitsmarktökonomischer Sicht eine stärkere Partizipation der Frau am Erwerbsleben fördern. Denn, im Spannungsfeld zwischen den gesellschaftlichen Wünschen nach einer höheren Geburtenquote, verbesserten Bildungschancen für alle Kinder und einer höheren Frauenerwerbsquote gilt es, besonders intensiv nach verbesserten Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu suchen.

So! In diese Marktlücke stoßen nun die Kirchengemeinden und wollen diese Lücke schliessen, indem kleine Kinder von wildfremden jungen und alten Männern und Frauen betreut (und gebildet) werden sollen, damit Mütter wieder stundenweise in den Beruf zurückkehren können oder aber, dass die Eltern mal in Ruhe zu einem Gemeindefest gehen können oder zum Frisör.

In unserer Stadt gibt es aber auch die sogenannten "Notinseln" von der Stifung "Hänsel & Gretel". Da werden Mitarbeiter von Genossenschaftsbanken, Metzger und Bänker äh Bäcker, und Friseurgeschäfte....in Kursen (bürgerschaftlichen Engagements) ausgebildet. Denn: Sexuell Misshandelte, geschändete, verfolgte und beschimpfte Kinder sollen Zufluchtsorte finden. Viele Not- und Rettungsinseln in unsicherer Zeit.

Gleichzeitg bieten Kirchen an, kleine Kinder an Fremde zu verkuppeln.

Vielleicht könnte man über diese Betreuungs- und Bildungsidee mal Genaueres erfahren und ob die evangelische + katholische Kirche eine kostenlose Notinsel für Kinder werden möchte, mit Selbstverpflichtung?

Es gibt so viele Organisationen und Vereine, die aufzufangen versuchen, was durch den Menschen fehlgeleitet wurde. Einige davon landen leider auch in der kapitalistischen Denkweise derer, die diese Fehlentwicklung verursachten. Das Dilemma ist, dass offensichtlich niemand in der Lage ist, sich einen vernünftigen Überblick über die Gesamtlage zu verschaffen und die dann als Mensch begreift und in geordnete Bahnen lenkt. Wie schafft man es, die Globalität des Lebens so zu greifen, dass man ihr die Persönlichkeit des Individuellen nicht nimmt? Kultur ist das höchste Gut der Menschheit und wir sollten sie in die Zukunft tragen und ihr nicht den Boden unter den Füßen wegnehmen, wie es bereits mit vielen Ureinwohnern und deren Kultur geschehen ist. Was kann der Mensch von heute mit den Fehlern der Vergangenheit machen? Wir Deutsche werden immer noch mit den Folgen des 2. Weltkriegs beschäftigt und was geschieht währenddessen in den noch heute bestehenden Kriegsgebieten? Lernen ist das Aufarbeiten der Vergangenheit. Je nach Verstand und geistigen Vorgaben kann diese Vergangenheit in ein sinnvolles und schlüssiges Bild gebracht werden, aus dem viele Menschen einen Nutzen ziehen können. Unsere Sinne helfen uns dabei wahrzunehmen, was davon uns betrifft. Das zu lernen ist für mich Bildung, die Chance sich dem eigenen Verstand zu nähern, um dadurch das Leben zu bereichern. Heute scheint Bildung die einzige Möglichkeit auf den Zug aufzuspringen, der ins Nirgendwo fährt und aus dem Niemandsland kommt. Schule kann dafür eine gute Möglichkeit sein, doch so wie sie heute praktiziert wird ist sie eher als Spielwiese des Kapitalismus zu betrachten, als dass sie auf kindliche Bedürfnisse eingeht. Bewusste Entscheidungen zu treffen, das ist der einzige Weg in die Weltordnung, die Gott uns vorgab. Sie sind unabhängig vom heutigen Stand der Zeit und bringen der Zukunft einen Nutzen indem man darauf zurückblicken kann. Sich dem Schulsystem zu entziehen ist nur eine Möglichkeit, die zu ergreifen das letzte Mittel sein sollte. Kinder sind die Zukunft, ohne ihren menschlichen Einsatz in der Gesellschaft erfahren wir nie wer wir sind und wie wir sind. Sie sind der Spiegel, der uns unsere Entwicklung vorhält und es liegt an uns Erwachsenen ihnen den Weg zu zeigen, der sie ans Ziel bringen kann.

Sie ist das Abbild Gottes in all ihrem Elend aber auch in ihrer Einzigartigkeit. Der Weg in die Gegenwart führt den Menschen durch das Gefühl aus dem vorangegangenen Tag Zeit für einen neuen Tag zu gewinnen. Gottvertrauen ist das Ziel aller Reisen und der Ausgangspunkt für eine gemeinsame Zukunft. Ohne Gegenwart haben wir nichts außer einem Plan. Zeit entsteht aus Gedanken um unsere Zukunft. Solange wir die Gegenwart nicht empfinden können als das Bild des Menschen von heute wird morgen ein geschichtlicher Werdegang bleiben, der durch den Beginn der Zeitschreibung nach der eigenen Rechtfertigung sucht. Es gibt keine Geschichte, denn Gott ist heute und nur er ist die ganze Geschichte, durch Jesus Christus vom Anfang über den ersten Menschen bis heute an jeden von uns weiter gegeben in seiner Einzigartigkeit. Freud und Leid, durch den Tod voneinander getrennt hinterlassen e i n Leben. Durch das Empfinden Gottes wurde das getragen woraus der heutige Tag entstand. Aus dem Wunsch Gottes dieses Empfinden weiter zu geben wurde Liebe. Für mich bedeutet Wissen die Möglichkeit Zeit so zu gestalten, dass sie zum Gewinn des Menschen wird und nicht seine Verluste aufzeigt.

Sie sollte zur Aufgabe haben e i n Weltbild zu formen, das wie ein Puzzle zusammengesetzt werden kann, um daraus einen Sinn zu erschließen. Gebildet ist der bereits nachgewiesene Stand des Lebens in seiner Fortentwicklung, sozusagen das unfertige Puzzle. Glauben und Wissen sind zwei Fachgebiete, deren Erkenntnisse aus unterschiedlicher Überzeugung entstehen, doch nur gemeinsam einen Sinn ergeben können. Dabei helfen alle Menschen zusammen und trennen sich nicht in verschiedene Lager, denn jeder hat ein Puzzleteil in seinem Kopf. Himmel und Hölle sind die gegebenen Anfänge und müssen nun so zusammengesetzt werden, dass daraus etwas Gemeinsames erwachsen kann. Ich glaube, man muss sich seinem Verstand stellen, denn auch die Hölle bietet ein Leben an, das sich hier auf Erden vielleicht sogar jemand vorstellen kann. Für mich riss der Teufel die Tür zwischen Himmel und Hölle auf und gab so den Hauch frei, der Gott zum Leben erweckte. Die Liebe liegt genau auf dem halben Weg dieser Zeit, sie ist das Licht in der Seele, die Erleuchtung, der Schein, der aus der verschlossenen Tür ein Tor machte. Ich denke, der Teufel hat erlebt was Gott durch den Heiligen Geist erfahren musste. Die Sonne scheint Hitze und Licht zu gleichen Teilen. Sie mag das Gewissen widerspiegeln, das immer dann eingreift, wenn der Mensch glaubt Er wäre die Krönung der Schöpfung. Gott ist die Türangel zwischen Himmel und Hölle und sein Band mit dem Teufel ist auf Ewig mit der Dreifaltigkeit verknüpft. Der Teufel ist mitten unter uns, um sein Wissen mit einzubringen in das Puzzle. Das fertige Puzzle ist das Bild des heutigen Tages und bedarf der bewussten Einstellung dazu, um den Weg in eine gemeinsame Zukunft zu gestalten. Es geht nicht um Menschen es geht um die menschliche Seele und darum in ihr Gottes Glauben zu erfüllen, der das Gewissen rein hält.

Eins stimmt an Ihrem Kommentar:
Der Teufel hält sich sehr gerne im religiösen Bereich auf. Sehr gerne auch in der Kirche und mitten unter den Christen.

Aber man kann ihn erkennen, das ist das Gute daran.

Nachdem ich als pädagogische Fachkraft keine Anstellung bekommen hatte, habe ich eine Umschulung absolviert, zur staatlich anerkannten Altenpflegehelferin. Vor ein paar Tagen war die feierliche Zeugnisübergabe.

Die Schulleiterin der Privatschule hat die Zeugnisse mit den Worten überreicht: Es tut mir sehr leid, dass Sie bei Ihrem Arbeitgeber höchstwahrscheinlich finanziell nicht höher eingruppiert werden. Leider sind die "Ungelernten" billiger.
Die Heime können die staatlich anerkannten Altenpflegehelfer/innen leider nicht bei der Pflegekasse abrechnen. Abrechnungswürdig sind nur die die examinierten Pflege-Fachkräfte.

Da arbeitet nun eine eine einzige Fachkraft in einem Wohnbereich und gleichzeitg 50 Hilfsarbeiter. Diese Hilfsarbeiten werden von der Fachkraft als "okay" abgezeichnet und abgerechnet.

Bildung ist doch in Deutschland gar nicht erwünscht.

Außerdem ist es seltsam, dass sich die Angehörigen der alten Menschen über diese "Fachkräfte"-Alibifunktion nicht beschweren.

Ist es purer Zufall oder gewollt, dass "private" Schulen und "private" Bildungseinrichtungen in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Kirche entstehen. Teilweise werden sogar die Straßennamen umgeändert: So liegt zum Beispiel die Privatschule von Frau Maier "An der evangelischen Peter + Paul" Kirche.

Die Dozenten in Gesundheitslehre oder Rechtskunde kommen aus allen Möglichen Metiers. Da ist alles dabei von Wunderheilerin bis zu den Globuli-Vertretern bis hin zu Verfechtern des Kommunismus.

Schöne Entwicklung.......pädagogische Fachkräfte?
Ausgebildete Lehrer? Nö!

Brauchen wir eigentlich noch Ärzte?
Nö - Spritzen, Sedieren, Freiheitsentziehende Maßnahmen machen alles die Hilfskräfte - völlig ohne Genehmigung des Betreuungsgericht.

Sie schreiben zwar, dass in den ersten Lebensjahren die Eltern der "vorrangige Bildungsort" seien, dass dieser aber "zunehmend durch frühkindliche Bildungsangebote ergänzt" werde. "Ergänzt" ist hier ein Euphemismus für "ersetzt". Wenn frühkindliche Bildung zeitlich ausgedehnt wird, dann schrumpft im gleichen Ausmaß die Zeit, die Kinder in der schützenden Nähe liebender Eltern verbringen können. Im Alter bis 3 Jahre ist dies hochproblematisch für die seelische Entwicklung und schafft ein lebenslanges Gesundheitsrisiko,
weil nur die primären Bindungspersonen die Gefühle von Säuglingen und Kleinkindern regulieren und deren Stress von außen mildern können, und das ist völlig unabhängig vom Bildungsgrad. Es trifft selbst auf geistig behinderte Eltern zu.
Wenn Kleinkinder - gegen ihren Willen - stundenlang von ihren primären Bindungspersonen getrennt werden, geraten sie in große seelische Not. Sie entwickeln eine chronische Stressbelastung mit Stresshormon-Tagesprofilen, wie man sie von Managern im Burnnout kennt. Im Kern ist das eine Misshandlung! Wie können Sie als Kirchen dem bloß das Wort reden... Erst ab ca. 3 Jahren schaffen es Kinder, für einige Stunden ohne ihre primären Bindungspersonen auszukommen. Das spricht für den Besuch eines qualitativ hochwertigen Halbtagskindergartens. Alles Frühere und Längere schadet Kindern. Nützen tut es nur der Wirtschaft, und nur kurzfristig. Mit den späteren Gesundheitsproblemen sind ja dann andere beschäftigt. Der Prozess hat übrigens längst begonnen, er lässt sich an den ansteigenden Zahlen psychischer Erkrankungen ablesen.

In der Praxis reicht die Bedeutung der Sakramentenspendung in der evangelischen Kirche tiefer, indem sie neben der Verkündigung des Wortes Gottes der wesentliche Auftrag jeder Kirche und die wesentliche Begründung ihrer Existenzberechtigung als Institution überhaupt ist.

In unserer Kirche wurde zu Ostern der Gottesdienst nicht mit Abendmahl gefeiert sondern mit Osterbrot ohne Einsetzungsworte Jesu. Der Kelch, mit Wein, des Neuen Bundes wurde einfach gestrichen.

An die formale Darreichung eines Sakramentes wird eine von Gott zugesagte, Heil bringende oder fördernde geistige Wirkung geknüpft. Doch statt dessen werden neue Gedächtnisfeiern in den evangelischen Kirchen eingeführt, die nicht den göttlichen Willen ausdrücken, sondern den Willen der Menschen. Das ist kein guter Wille.

Die evangelische Kirche wird mit der Abschaffung der Sakramente Abendmahl/Taufe als Institution keine Daseinsberechtigung mehr haben. Pfarrer + Pfarrerinnen, die neue Gedächtnisfeiern einführen, schaffen sich selber ab und ihre Kirche gleich mit.

Ich meine, hier fehlt eine gewisse Basis-Bildung.

....wegen der besonderen Zeichenhaftigkeit und wegen der Entsprechung zum Einsetzungsbefehl Christi ("Nehmt und trinkt...!") wird ausdrücklich das Trinken aus dem Kelch von Jesus Christus befohlen. Ich habe keinen blassen Schimmer, warum die evangelische Kirche und einige der evangelischen Pfarrer hier eine Bildungslücke aufweisen und das Abendmahl stets mit Intinktion feiern, also mit dem Eintauchen der Oblate in den Wein.

Es wird der im evangelischen Gottesdienst der Wein + das Brot zuvor nicht mal konsekriert. Das Abendmahl ist praktisch gesehen ohne Heilswirkung Gottes.

Während der eucharistischen Liturgie spricht der katholische Priester oder Pfarrer die Konsekrationsworte, die in der Bibel überlieferten Einsetzungsworte Jesu beim Letzten Abendmahl.

Bildung, lebenslanges und lebensbegleitendes Lernen ist die Bildung der Zukunft. ABI mit 12 Jahren, ja. Wichtiger sind die Weiterbildungen in der zweiten und dritten Teil der Lebensarbeitszeit. Und immer nur die Forderung nach mehr Geld für jedes Problem ist in unserer Gesellschaft ein standardisierter Blödsinn. Ziele definieren und dann sehen wie sie erreicht werden können. Immer mehr Geld in das gleich System bedeutet nur das man keine Ziele, keine Ideen, keine Lösungen hat.

Zwar wird "zunächst die Familie" als "der vorrangige Bildungsort" in den ersten Lebensjahren eines Menschen gewürdigt, aber das ist zu wenig, angesichts der viel stärkeren Beachtung, die der Text frühkindlichen Bildungsangeboten schenkt. Zahlreiche Experten weisen darauf hin, dass der Mensch mindestens die ersten zwei, besser die ersten drei Lebensjahre in der Familie (bei der Mutter / bei dem Vater) aufgehoben ist. Das Zusammensein mit mehr Menschen über einen längeren Zeitraum bedeutet für das 0-3jährige Kind permanenten Stress. Der Kinderarzt Dr. Rainer Böhm aus Bielefeld-Bethel hat das in dem Artikel "Die dunkle Seite der Kindheit" (FAZ, 4.4.2012) unethisch und krankmachend genannt.
Trotzdem sind die Kirchen auf den politischen Zug aufgesprungen und investieren flächendeckend Millionenbeträge in den Ausbau von KiTa-Plätzen für 0-3jährige Kinder.
Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse über die frühkindliche Entwicklung liegen dieser Entscheidung zugrunde?
Warum betonen die Kirchen beim Thema Bildung nicht stärker die unverzichtbare und überragende Rolle der Familie?
Es ist dringend und wichtig, dass die Kirchen sich gemeinsam zum Anwalt von Familien machen und dieses Thema an vielen Stellen in den gesellschaftlich-politischen Diskurs einbringen. Das ist ein eklatantes Manko dieses ansonsten guten Textes.
Ein Letztes zum Thema frühkindliche Bildung: unzweifelhaft muss hier mehr getan werden, da gebe ich den Aussagen der These 9 recht. Es wäre aber ein Leichtes gewesen, konkreter zu werden. So wurde von der DBK im Impulstext "Chancengerechte Gesellschaft" (27.6.2011) auf Seite 28 gefordert: "Kindergartenplätze sollten kostenlos angeboten werden." Konnten sich die beiden Kirchen jetzt nicht mehr auf diese Forderung einigen?
Völlig fehlt die Forderung nach besserer Bezahlung der Erzieherinnen. Ähnlich wie im Pflegebereich werden sie deutlich unterbezahlt. Ihre Aufgabe ist aber so wichtig, dass man mehr Anreize für diesen Beruf schaffen muss. Das gilt auch für mehr Investitionen in Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie für die Schaffung besserer Karrierechancen für Erzieherinnen.

Die Rolle der Familie in der Schaffung von Voraussetzungen für die Bildung von Kindern wird im Text kaum gewürdigt. Diese Familienleistung ist aber unbestritten wichtig. Stattdessen wird eine Sozialisierung des Bildungsauftrags in den Vordergrund gestellt, der zu einer Nivellierung des Bildungsniveaus führen soll. Dem widerspreche ich. Die sich um gute Startvoraussetzungen ihrer Kinder bemühende Familie ist für mich das Leitbild. Die Chance, diese Voraussetzungen zu schaffen, gibt unsere Gesellschaft jedem. Die Aufgabe des einzelnen besteht darin, sie auch zu nutzen. Es gibt ein Recht auf Ungleichheit, das ihm erlaubt, es nicht zu tun. Das sollten wir achten und denjenigen, der sich anders entscheidet als wir selbst, selbstverständlich trotzdem ernst nehmen.

Gastbeiträge zu dieser These

16.02.2015
Beim sozialethischen Gespräch am 31. Januar 2015 in Frankfurt hat der Sozialethiker Franz Segbers drei Thesen zur Sozialinitiative und ihrer Resonanz aufgestellt. Diese Thesen und die Ausführungen von Franz Segbers sind hier dokumentiert.
06.02.2015
Bildung kann gefördert, nicht aber vermessen werden. Sie ist Beziehungsarbeit. Die Folgen bildungspolitischer Maßnahmen sind oft weniger klar, als empirische Studien suggerieren. Es braucht zielgenaue Förderangebote genauso wie die Förderung erausragender Bildungsleistungen. Beides darf nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Der "Trägerkreis Lankwitzer Friedensgespräche" in Lankwitz, einem Ortsteil des Bezirks Steglitz-Zehlendorf, hat sich zu jedem Abschnitt der Sozialinitiative Gedanken gemacht und Anmerkungen formuliert, die hier vollständig dokumentiert werden.
Der Offene Treffpunkt "Wirtschafts-Ethik" der Katholischen Betriebsseelsorge Böblingen hat sich im April, Mai und Juni 2014 intensiv mit der so genannten "Sozialinitiative der evangelischen und katholischen Kirche" beschäftigt, nachdem wir uns zuvor mit dem Lehrschreiben "Evangelii gaudium" von Papst Franziskus ebenso intensiv befasst haben. Unsere Stellungnahme ist gegliedert in Rückmeldungen (1) zum Inhalt insgesamt, (2) zu Einzelfragen und (3) zum Gesamteindruck.
13.06.2014
Dieser Beitrag entstand im Rahmen eines gemeinsamen Studientages der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, der Katholischen Betriebsseelsorge und der Katholischen Erwachsenenbildung im Erzbistums Bamberg am Freitag, den 16. Mai 2014, zusammen mit Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ im Bistumshaus St. Otto in Bamberg. Sie wurde zusammengestellt von Dr. Siegfried Ecker, Vorsitzender KAB Bildungswerk Bamberg.
02.06.2014
Bei einer Diskussionsveranstaltung am 22. Mai 2014 in der Matthäuskirche in Frankfurt am Main hat sich eine Reihe von kritischen Anfragen aus der Diskussion und dem Publikum ergeben. Eine Redaktionsgruppe aus den Besuchern hat die Rückfragen, Kommentare und Beiträge der Veranstaltung zu sieben "kritische Anfragen" zusammengefasst.
27.05.2014
Die Autorin greift sich exemplarisch das Thema Bildung aus dem Impulstext heraus und zeigt, dass die darin eingenommene Beobachterrolle der beiden großen Kirchen den Blick auf die eigenen Handlungsoptionen verstellt.
24.03.2014
Gerhard Endres, Vorsitzender des KAB-Bildungswerks München und Freising, kommentiert die 10 Thesen der ökumenischen Sozialinitiative mit eigenen Ideen zur konkreten Umsetzung.