Warum wir uns gemeinsam zu Wort melden

Die Ökumenische Sozialinitiative der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland hat eine breite Diskussion angestoßen. Die zentralen Etappen des Diskussionsprozesses, vom Kongress "Gemeinsame Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft" bis zu den Stellungnahmen, Gastbeiträgen und Kommentaren hier auf dieser Webseite, sind im Dokumentationsband "Im Dienst an einer gerechten Gesellschaft" zusammengefasst, den Sie hier als PDF herunterladen können

Im Jahr 1997 haben der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Deutsche Bischofskonferenz ihr gemeinsames Wort zur wirtschaftlichen und sozialen Lage Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit vorgelegt. Seitdem haben sich im Bereich der Wirtschaft und des Sozialen viele und tief greifende Veränderungen und neue Herausforderungen ergeben, vor deren Hintergrund wir uns erneut zu Wort melden.

Vor allem ist in diesen 17 Jahren immer stärker ins allgemeine Bewusstsein getreten, wie sehr unser wirtschaftliches Handeln und soziales Leben inzwischen von den Triebkräften der Globalisierung bestimmt werden. Das Kapital kann sich heute weitgehend schrankenlos in der Welt bewegen und die Realwirtschaften scheinen von den gewaltigen globalen Finanzströmen dominiert zu sein. Das führt dazu, dass sich mehr denn je nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Nationalstaaten in einem internationalen Wettbewerb befinden. Bei aller positiven Bedeutung der Finanzmärkte, die die Entwicklung vieler Länder erst ermöglichen, ist aber durch ihre gegenwärtige Funktionsweise die Welt nicht nur nicht sicherer, sondern im Gegenteil fragiler geworden. Die gewaltigen Veränderungen bekommen auch die Arbeitnehmer zu spüren, denn im Kern gilt: Während das Kapital global agiert, bleibt der Faktor Arbeit an die Realwirtschaft gekoppelt; Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind nach wie vor in hohem Maße ortsgebunden.

Die globalisierte Welt bringt weitere neue Chancen, aber auch Gefahren

All das hat uns die 2007/08 von den USA ausgehende internationale Finanzmarktkrise mit erschreckender Deutlichkeit vor Augen geführt. Die damals die öffentlichen Debatten beherrschenden ökonomischen Modelle suggerierten eine verantwortbare Beherrschbarkeit auch größter Risiken auf den Finanzmärkten. Als diese Illusion wie eine Seifenblase zerplatzte, waren die Staaten zu umfassenden Rettungsmaßnahmen gezwungen. Ohne das Geld der Steuerzahler zur Rettung privater Banken wären viele Staaten kollabiert. An den Folgen tragen viele Länder bis heute. Auch führt die europäische Staatsschulden-Krise immer noch zu wirtschaftlichen und sozialen Belastungen. Immer deutlicher stellt sich deshalb heute die Frage nach den noch vorhandenen Spielräumen politischen Handelns.

Aber die Schicksale der Völker sind heute nicht nur in ökonomischer Hinsicht miteinander verknüpft. Die wachsenden globalen Umweltprobleme, insbesondere der Klimawandel, vergrößern die bestehenden sozialen Ungleichgewichte und gefährden letztlich die Lebensgrundlagen der gesamten Menschheit. In ökologischer Hinsicht ist die Belastbarkeitsgrenze unseres Planeten erreicht. Diese Herausforderung ist nur zu bestehen, wenn die Staaten bereit sind, fair zusammenzuarbeiten. Das 21. Jahrhundert braucht ein weit stärkeres Maß an internationaler und weltgemeinschaftlicher Kooperation als vergangene Zeiten. Zu dem hierzu erforderlichen Dialog der Nationen und Kulturen möchten auch die Kirchen ihren Beitrag leisten.

Die globalisierte Welt bringt weitere neue Chancen, aber auch Gefahren mit sich. Einerseits eröffnen sich den armen Ländern neue Entwicklungschancen, andererseits zeigen sich aber auch neue Formen der Ausbeutung von Mensch und Natur. In Deutschland und den meisten anderen Ländern der OECD ist in den letzten Jahrzehnten die Volkswirtschaft gewachsen, aber auch die Ungleichheit in der Einkommens- und Vermögensverteilung hat zugenommen. Gleichzeitig haben diese Länder Zuwanderungen von Menschen aus anderen Kulturkreisen erlebt, was die gesellschaftliche Vielfalt erhöht, aber auch zu neuen sozialen Konflikten führt. Zudem steht Deutschland mehr noch als andere hoch entwickelte Länder vor der Herausforderung eines dramatischen demografischen Wandels, der die Sozialstruktur unserer Gesellschaft tief greifend verändern wird und unsere sozialen Sicherungssysteme auf eine große Belastungsprobe stellt.

Fragen nach sozialem Zusammenhalt und Werten wie Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit

Auf viele dieser Faktoren – die Globalisierung, die wirtschaftliche Krisenanfälligkeit, die Bedrohung durch den Klimawandel, Probleme der sozialen Inklusion und Integration, den demografischen Wandel und die wachsenden sozialen Ungleichgewichte – hat der deutsche Gesetzgeber in den letzten zehn Jahren mit weitreichenden Veränderungen des überkommenen Wirtschafts- und Sozialmodells reagiert. Diese Maßnahmen haben in Politik und Gesellschaft zum Teil sehr kontrovers geführte Diskussionen ausgelöst. Die einen sprachen von überfälligen, teilweise noch zu zögerlichen Anpassungsmaßnahmen an veränderte Realitäten, während die anderen kritisierten, die Politik folge einem verfehlten neoliberalen Paradigma. Diese Auseinandersetzungen haben durch die internationale Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise der Jahre 2007–2009 und auch die Krise in Europa weiter an Dynamik gewonnen. Die positive Bedeutung sozialstaatlicher Instrumente zur Krisenbewältigung (z. B. des Kurzarbeitergeldes) ist wieder deutlicher ins Bewusstsein geraten.

So stellen sich heute dringliche Fragen nach dem sozialen Zusammenhalt, aber auch den gemeinsam geteilten Werten in unserer Gesellschaft wie Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit. An der in unserer Gesellschaft notwendigen Debatte über diese Fragen wollen wir uns als Kirchen mit diesem Papier beteiligen. Die folgenden Thesen sollen zur breiten gesellschaftlichen Diskussion anregen und damit Politik möglich machen.

Lesen Sie hier weiter: Orientierung aus christlicher Verantwortung

Kommentare

Tolle Initiative! Und sehr zeitgemäß umgesetzt. Damit gewinnt die Kirche in meinen Augen wieder ein bisschen mehr Bedeutung.

Tolle Initiative??? Viel Bla Bla und nix dahinter!

Ich lese in jedem Kapitel stets das gleiche Wort:
"VERANTWORTUNG" für Dies
"VERANTWORTUNG" für Das
"VERANTWORTUNG" für Jenes
"VERANTWORTUNG" für Dies und Das....

Das Wort "VERANTWORTUNG" hat jedoch unterschiedliche Lebens- und Sinnkonstellationen.

Zum Beispiel hat "DIE ÖKONOMIE" ein eigenes Wertesystem + ein eigenes Sanktionssystem.

Ebenso hat "DIE POLITIK" ein eigenes Wertesystem und ein eigenes Sanktionssystem.

Ebenso "DIE MORAL" und "DIE RELIGION" und "DIE ETHIK" und "DAS STRAFRECHT" und so weiter....

Ich glaube kaum, dass sich "DIE POLITIK" für die 10 Gebote interessiert und für das "höchste Gebot" wie Jesus die Gebote zusammengefasst hat. Ich glaube kaum, dass "DAS STRAFRECHT" sich für das Jüngste Gericht im Himmel interessiert.

Die Planeten am Himmel haben seltsamerweise eine gemeinsame Eigenbewegung. Genauso erscheint es auch auf der Erde zu sein, mit den Sphären "RELIGION" + "POLITIK" + "MORAL" + "ETHIK" + "ÖKONOMIE" + "STRAFRECHT"

Wenn sich was verändern soll, dann wäre es doch nur logisch, dass die beiden großen Kirchen, diese gemeinsame Sphäre verlassen und eine völlig neue Umlaufbahn einschlagen, nämlich die "Gemeinwohldienliche Bahn".

Leider ist es so, dass die beiden großen Kirchen das "Gemeinwohl"+ die "Gemeinnützigkeit" in eine "GMBH" oder in eine "AG" umgewandelt haben, also Gewinnorientert und Profitorientiert geworden ist. Darin steckt das mega große Problem! Man muss sich nur mal die Diakonie oder Caritas Einrichtungen mal näher betrachten. "Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst" - in kirchlichen Einrichtungen ist da nichts mehr zu spüren.

Ich bin der Meinung, dass die beiden großen Kirchen mehr vor der eigenen Haustür kehren sollten, als sich um die weltweiten Staatsfinanzen zu kümmern oder um die globale Wirtschaft.

Die Kirchen sollten endlich mal für Ihre eigene Religion + Konfession Verantwortung übernehmen und z. B. auch den Bewegungen, die monatlich durch die Kirchengemeinden rollen, um Geld abzugreifen, Einhalt gebieten!

In Antwort auf diesen Kommentar möchte ich den früheren Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio zitieren: "Wem zur Suche nach Transzendenz lediglich die Dauerkritik der christlichen Bekenntnisse einfällt, ist über bornierte Aufklärung und Bismarcks Kulturkampf noch nicht hinausgekommen." (CHRIST IN DER GEGENWART, 16. Dezember 2013.

Nach welchem Wertesystem und Sanktionssystem leben Sie eigentlich?

Sie sprechen von "Transzendenz" - das Wort stammt doch noch aus dem Mittelalter! Könnten Sie mal bitte die "großen Worte" weglassen, damit ich verstehen kann, was Sie eigentlich meinen?

Die Idee, die Geldgier und Maśslosigkeit anzuprangern ist prinzipiell gut, aber bevor die anderen aufgefordert werden sich an zwischenmenschliche Regeln zu halten muss sich die Kirche bis hin zu ihren Institutionen , Krankenhäuser etc..zuerst an die eig. Nase fassen! Wo kleine ländliche Kliniken wie in Neuerburg unwirtschaftlich sein sollen, kann auch die Gemeinschaft diese Einrichtungen mittragen, z.B. Um der Beschäftigten Willen ! Eine Gesellschaft die noch VORBILDER hat, wird auch versuchen ihnen nachzueifern

Welche Vorbilder?
In unserer evangelischen Kirche werden Götzen angebetet.

Mein Vorbild ist nach wie vor Jesus Christus, obwohl der Gekreuzigte (in meiner Kirche) meistens mit einer Kino-Leinwand verdeckt wird. Die meisten laufen eben ihrem eigenen Führer in der Peergroup nach!

(Finanzkrise) nun ja. es haette verhindert werden koennen, haette man Glauben gehabt und waere man auf die Warnungen eingegangen. Diese erstreckten sich ueber viele Jahre bis zur endlichen Ankuedingung, dass "die Loecher einem Sieb gleich sein werden, das das alte Tuch der Taschen, marode, nachgeben werde und ein Strom Geldes in dunkle Abgruende verschwinde" eben weil man nicht hoeren wollte und sich am Gemeineinkommen auf gewissenlose Art bediene."
Das ist uebrigens WIEDER der Fall mit den WIEDER MAL heraufgeschraubten Abgeordneten-Diaeten und dies wird wieder zu ungeahntem und unbeherrschbaren Abfluss fuehren, denn hier wird wieder ins Angesicht von Millionen gespuckt, die entweder arbeitslos (ein Witz ansich in unserer Kultur) oder mit zu geringer Rente (Steuern dienen zuerst der Ausmerzung dieser Respektlosigkeiten gegenueber den ANGESTAMMTEN (ueber Generationen) Menschen des Landes sowie der Finanzierung von ganz gewohnlichen, zur Zeit gehoerenden Entwicklungsstufen eines Landes, wie Strom, wie Postzustellungen, Befoerderung, Recht auf Wohnung, Recht auf Arbeit und Arbeit gemaess den jeweiligen Ausbildungen, Recht auf Grundnahrungsmittel, Recht auf Teilnahme an Medien und und und.. Kinder Gottes - Erben der Welt, ist eine Aussage, die alles in sich birgt. Die Offenbarung enthaelt nicht umsonst Warnungen, die die Unzulaenglichkeit des menschlichen Wollens und Handelns als Quelle von Ungemach, Unfrieden, usw. nennt, allem voran die Ansprueche der Regierungen. Christus hat in einer Nussschale untergebracht, was nie aufgehoben wurde, "the conditional nature of the Mosaic covenant", aber der Inhalt der Nussschale wurde und wird bis heute insbesondere von den Kirchen (die es eigentlich so wie sie sind, nicht gibt) negiert, wiewohl diese in diesem Artikel beschriebene Aktion kleinste Hoffnungen aufkeimen liesse.<
Wenn man bedenkt, dass diese Kreise allerdings mit am runden Tisch sitzen, dann fragt man sich, "wie doch ach so lange alles dauert..." Das fragt sich auch Gott (falls man nicht davon ausgeht, dass dieser es schon immer wusste). Wie lange reicht er wohl noch die Hand? Miriam

Die beiden großen Kirchen schreiben hier ständig, vom "ethischen Basiswissen" = philosophisches Wissen

Was ist eigentlich mit der katholischen und evangelischen Kirche los???

Mal dumm dahergefragt:
Was hat die Katholische Kirche mit Philosophie zu tun?
Was hat die Evangelische Kirche mit Philosophie zu tun?

Die "praktische Philosophie“, befasst sich mit dem menschlichen Handeln.

Die "evangelische + katholische Konfession" befasst sich aber mit dem dreieinigen Gott und verkündet das Wort Gottes und sollte NICHT das Wort von hyperaktiven Christen verkündigen, die der SPD, CDU, den Grünen, dem Verein Umwelt+Klima oder dem Tierschutzverein oder einer ökumenischen Bewegung... anhängen.

In Ihrem Text weisen Sie auf (Lk 10,29) hin:
„Wer ist denn mein Nächster?“.

Eine Kirche, die ihren Arbeitnehmer für treudoof verkauft, das Weihnachtsgeld streicht, das Urlaubsgeld streicht, und dafür eine völlig neue Sonderzahlung einführt, ist nicht mein Nächster.

Dadurch, dass es im Sommer kein Urlaubsgeld mehr gibt, kann ich und zig-tausende kirchliche Arbeitnehmer nicht mehr in Urlaub reisen, somit gibt es zwar haufenweise Urlaubsangebote aber keine Nachfragen mehr, die freie Marktwirtschaft kippt.

Vielen Dank Ihr lieben Kirchen!

Nachdem sich die großen Kirchen sogar von dem großen Wort "Weihnachten" getrennt haben und den Mitarbeitern kein "Weihnachtsgeld" mehr auszahlen, können kirchliche Mitarbeiter keine Weihnachtsgeschenke mehr einkaufen für ihre Lieben, und können somit auch nicht (mit dem fehlenden Weihnachtsgeld) die Wirtschaft ankurbeln.

Fazit: die katholische + evangelische Kirche hat diesen Mischmasch selber eingefädelt. Deshalb mein Vorschlag, dass die Kirchen auf Ihre "To-Do-Liste" folgendes notiert und auch umsetzt:

Wiedereinführung des Urlaubsgeldes
Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes

Damit wäre der erste Schritt getan, damit es unserer Wirtschaft wieder besser geht.

... unter dieser Rubrik ist leider keine Kommentarfunktion eingefügt. Deshalb kommt mein Beitrag hier:

Ihr Zitat: "Der Weg zu Gott führt zum Mitmenschen oder aber er führt ins Leere".

Diese Aussage ist falsch!

Richtig muss es heißen:
"Der Weg zu Gott führt über Jesus Christus"

Ich bitte darum, dass die beiden großen Kirchen diese Falschaussage richtig stellen!

Beides schließt sich nicht aus - man kann und sollte auch über Jesus Christus zum Mitmenschen kommen.

Jesus selbst sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ (Johannes 14,6)

Der Weg:

Jesus beansprucht nicht, uns den Weg zu Gott zu zeigen.
Jesus beansprucht nicht, uns den Weg zu unseren Mitmenschen zu zeigen.

Jesus sagte lediglich: "Ich bin der Weg...Niemand kommt zum Vater als nur durch mich." Mit anderen Worten: Jesus beansprucht für sich, der einzige Weg zu einer persönlichen Beziehung zu Gott, als unserem Vater, zu sein.

Das Zitat der beiden großen Kirchen lautet:

"Der Weg zu Gott führt zum Mitmenschen oder aber er führt ins Leere"...ist absoluter Quatsch und biblisch nicht belegt.

lediglich der buddhistische Weg führt ins Leere - ins Nichts - ins Nirwana. Der Weg zu Gott führt niemals ins Leere, es sei denn, man geht den falschen Weg, den buddhistischen Weg zum Beispiel oder den Umweg über Menschen.

Am Ende seiner Evolutionsgeschichte, wird der Mensch geistig in der Lage sein die gesamte Zeit vom Nichts bis in die Gegenwart aufzuarbeiten. Das ist das wahre Wunder der Natur und sollte als die Krönung der Schöpfung bezeichnet sein. Deshalb wurde Gott zum Schöpfer des Menschen, nicht weil der Mensch vom Affen abstammt, sondern weil auch im Affen eine lange Entwicklungsgeschichte steckt, die kein Mensch genau kennt. Wie kann es sein dass in menschlichen Genen tierische und pflanzliche Eigenschaften vorzufinden sind? All die offenen Fragen sind Gründe für Gott, denn es muss einen Anfang und eine Schlüssigkeit für die gesamte Zeit bis heute geben. Die Welt begann sich zu verändern, als Menschen Einfluss auf die Entwicklung nahmen und bemerkten, dass sie über den Dingen stehen, dem Lebensinhalt geistig überlegen sind indem sie ihn erfassen und etwas sinnvolles daraus gestalten konnten. Das jedoch ist kein Grund für die Überheblichkeit einer Natur gegenüber, deren Existenz nicht auf den Menschen angewiesen ist, die jedoch nur durch den menschlichen Geist in ihrer Vollkommenheit zu Tage treten kann. Gott ist die einzige Möglichkeit für den Menschen die Welt in ihren Zusammenhängen zu begreifen, weil alles über die Zeit hinaus geht. Zeit ist der Faktor für das geistig fassbare, alles was außerhalb zu suchen ist, das basiert auf der Vorstellung von Gott, der Allmacht des Seins, die sich entwickelt hat aus dem Nichts des Anfangs. Ob dieser Anfang nun chemische, physikalische oder biologische Vorgänge sind oder alles in Verbindung zueinander steht, das ist die Aufgabe der Wissenschaft, die sie bis heute zu lösen versucht. Sie sollte jedoch nicht gegen Gott arbeiten sondern für den Menschen, der diesen Eindrücken offen gegenüber steht. Durch den vorurteilsfreien Rückblick in die Geschichte unserer Entstehung wird der Weg in das Heute geebnet und überwindet dabei die Grenze der eigenen Zeit. Sich Gott hinzugeben bedeutet unvoreingenommen zu leben und das Leben als Gottes Zeit zu sehen. Es gibt nur ein Leben in dem viele Menschen ihren Beitrag leisten, egal ob sie sich dessen bewusst sind oder nicht. Die einzige Möglichkeit dieses Leben nach dem Vorbild Gottes zu gestalten ist die Liebe. Deren Definition hatte bis heute immer etwas mit der Verbindung zwischen Mann und Frau zu tun, das ist in meinen Augen nicht richtig, denn Liebe besteht zwischen Gott und der Welt und seit der Geburt des ersten Menschen ist diese Liebe Teil des Herzens. Gott ist dieses Herz, denn er ist die Liebe, die sich selbst über die Zeit hinaus trägt. Kirche sollte Menschlichkeit zulassen ohne Angst vor einem Verlust. Der einzige Verlust im Leben ist die Liebe, denn ohne Liebe könnte es kein Leben geben, dieses eine gesamte, was in jedem Lebewesen steckt und dessen Eigenheiten zu Tage fördert. Gott und Mutter sind für mich die Verbindung zwischen Himmel und Erde aus deren Horizont der Heilige Geist erwachsen ist indem Gott als Wesensgleichheit über die Schöpfung wachte, bis der erste Mensch ins Leben trat und mit ihm Gott zum Geschöpf des geistigen Schöpfers wurde. Verstand ist alles aus dem nichts geboren wird, sondern zu dem heranwächst was es ist. Ich hoffe und bete, der Mensch möge diesen Verstand endlich nutzen und ihn nicht sinnlos einsetzen indem er Gott leugnet und sich selbst in den Vordergrund stellt.

Die Initiative "Gemeinsame Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft" vom 28.02.2014 der evangelischen und der katholischen Kirche begrüße ich.

Insbesondere stimme ich mit der nachfolgenden Aussage des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der Ökumenischen Sozialinitiative am 28.
Februar 2014 in Frankfurt am Main überein: "Primär zielt dieser Auftrag zur gemeinsamen Verantwortung auf die institutionellen Verantwortungsträger in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft. Damit soll aber nicht ausgesagt werden, dass die einzelnen Bürger nicht zu dieser Verantwortungsgemeinschaft gehören."

Als Beitrag für eine gerechtere Gesellschaft habe ich, Dietmar Deibele, als einzelner katholischer Christ am 01.01.2013 virtuell 8 Thesen für eine christlichere Kirche am Südportal der Bischofs-Kirche "St. Sebastian" für das Bistum Magdeburg angeschlagen. (siehe mein online-Buch "Mobbing-Absurd" unter www.mobbingabsurd.de)

Äh! Der Herr Zollitsch hat aber gar nichts über die Kirchen gesagt, als Verantwortungsträger.

Herr Deibele, sind Sie der neue katholische Martin Luther?
Luther hat seine Thesen tatsächlich angeschlagen und nicht wie Sie, virtuell.

Ich meine, wenn Sie schon eine Heldentat vollbringen wollen, dann richtig, life, mit lifestyle.

Welche 8 Thesen haben denn virtuell angeschlagen?
Nur A sagen und nicht B, ist zuwenig.

Ich würde gerne noch folgende 9. These anschlagen: „Tut Buße“ und eine 10. These "Schluss mit dem Ablasshandel"

Warum wir uns zu Wort melden, mit dieser Überschrift beginnt auch die Stellungnahme. Ziel sei „eine breite gesellschaftliche Debatte für eine erneuerte Wirtschafts- und Sozialordnung“.

Wir von der Kirchlich-Gewerkschaftlichen Initiative Bayern (KGI) sind in dieser Debatte auf der Grundlage der gemeinsamen Werte von Kirche und Arbeiterbewegung seit Jahren engagiert und beteiligen uns gern auch an der, die die Stellungnahme anstoßen will.

Wir erkennen das Bemühen der Autoren an und teilen mit ihnen das Ziel der wirtschaftlichen und sozialen Erneuerung. Die kann allerdings nur gelingen, wenn sie tief genug ansetzt. An dieser Stelle setzen unsere Fragen und unsere Kritik an.

Mit der Stellungnahme halten wir die grundlegenden Einsichten des „gemeinsamen Wortes“ von 1997 fest, meinen allerdings, die Entwicklung seitdem verlange heute an vielen Stellen deutlichere Worte als damals. Die vermissen wir in der „Stellungnahme“ sehr.

Wir freuen uns, dass es einen, wenn auch von seiner Anlage mit dem vor 18 Jahren nicht vergleichbaren Diskussionsprozess geben wird und hoffen, dass er an einigen Punkten zu mehr Deutlichkeit in der Wahrnehmung und Argumentation führt.

Mich freut es sehr, dass sich die Kirche in wirtschaftethischen Themen richtungsweisend auf der Höhe der Zeit bewegt.

In Deutschland gibt es etwa 100 evangelische und 100 katholische Militärpfarrer. Auf evangelischer Seite gibt es auch einige Militärpfarrerinnen.

Na sowas! Militärpfarrer werden von ihrer Heimatkirche für rund sechs Jahre freigestellt. Sie werden vom Militärischen Abschirmdienst (MAD) überprüft, sie werden Bundesbeamte auf Zeit, sie leisten einen Beamten-Eid, sie haben ihr Büro in der Kaserne, sie fahren Dienstwagen der Bundeswehr, sie werden direkt vom Bundesministerium für Verteidigung bezahlt, sie tragen im Auslandseinsatz und auf Kriegsschiffen militärische Kleidung und sie haben eine Bundeswehr-Mail-Adresse. Jedes Militärpfarramt ist eine Dienststelle des Bundesministeriums für Verteidigung. Boah!

Nach den Kriterien der Friedensdenkschrift EKD 2007, § 102 ist jeder Krieg, der geführt wird, Unrecht.

In der Praxis ist es leider so, dass sich der Militärpfarrer so sehr an den militärischen Ton gewohnt hat als auch an die militärische Denkweise und an die militärischen Verhaltensweisen. Vor allem aber an den damit verbundenen dicken Gehalt, an den Wohlstand und das Ansehen, das ihm seine Stellung verschafft, daß er in der Praxis niemals widersprechen wird.

Meiner Meinung nach befinden wir uns wieder in der Zeit, als Thron und Altar gemeinsame Sache gemacht haben! Wo soll das noch hinführen?

Wenn die globalisierte Welt "Chancen" haben soll, dann bitte ohne Krieg und ohne Militärpfarrer, der die Soldaten in die Krisenherde begleitet.

Ich glaube, ein Gefängnisseelsorger begleitet jugendliche Straftäter auch nicht auf den Raubzügen. Ein Pfarrer sollte deshalb Soldaten nicht begleiten. Soldaten haben sich für`s töten entschieden und nicht für die Kriegsverweigerung.

Ich meine, die Kirche sollte schon einen eindeutigen Standpunkt einnehmen. Nicht einmal ein Positionspapier zu "Hü" und einmal zu "Hott" entwickeln.

Jetzt fehlt nur noch, dass die Bundeswehrpfarrer mit der goldenen Pistole ausgezeichnet werden.

Das Evangelische Landesbauernpfarramt ist eine landeskirchliche Pfarrstelle für die Arbeit mit Bäuerinnen und Bauern.

Das Evangelische Bauernwerk ist verantwortlich für die Bauernarbeit und Landarbeit der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Mal naiv dahergefragt: Warum musste zunächst mal ein gemeinnütziger eingetragener Verein gegründet werden???
Diese Vorgehensweise erscheint mir irgendwie verkehrtherum zu laufen.

Hört sich aberwitzig an, dass ein paar Leute "einfach mal so, wegen der internationalen, ökologischen Nachhaltigkeit" einen Verein gründen um dann innerhalb der Evangelischen Landeskirche Württemberg, mal eben ein Landespfarramt eröffnen, um beispielsweise Landleben-live-Aufenthalte von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf Bauernhöfen zu begleiten oder um für alleinstehende Bauern eine Frau zu suchen.

Dann wurde in den liturgischen Kirchenkalender auch noch ein Erntebittfest neu installiert, wo dann alle Gemeindeglieder ein Notopfer opfern sollen, damit es den armen Bauern (also ich persönlich kenne keinen ohne Äckerle, Bauland und sonstigem Anwesen, Liegenschaften, Grund und Boden) etwas besser geht.

Was sagt da eigentlich der liebe Gott dazu, wenn unsere Kollektenbüchse aus der Kirche abgeholt wird?

Es ist ein aktueller Trend, dass die kirchlichen Einrichtungen ihre "Gemeinnützigkeit" und somit ihre Barmherzigkeit aufgeben und statt dessen "profitorientert" agieren.

Mit diesem Schritt haben die Kirchen das große Wort "SOZIAL" aus ihrem Vokabular gestrichen. Man kann nicht gleichzeitig profitorientiert sein UND sozial.

Aufgrund dieser Vorgehensweisen sind die beiden großen Kirchen "unsozial", weil sie die Gemeinnützigkeit und die Hilfsbereitschaft als unwichtig empfinden. Ich behaupte sogar, dass die beiden großen Kirchen asozial sind, weil sie sich von der Gemeinschaft der Christen immer weiter entfernt.

Schon allein aus den genannten Gründen, ist diese Sozialinitiative befremdlich und "indiskutabel".

Die Definition des Begriffs „Nächster“, die dieses Gleichnis liefert, ist nicht ausreichend. Hier wird streng genomen nur definiert, wer aus der Sicht des Opfers der „Nächste“ war: der, der sich gekümmert hat. Nicht definiert wird dagegen, wer aus der Sicht des Kümmerers (des barmherzigen Samariters) der „Nächste“ war bzw. hätte sein sollen.
Für das Anliegen dieses Papiers ist aber eine Definition notwendig, die beide Sichtweisen erfaßt.
Jesus lehrt uns hier eigentlich nur, daß man zu eng gefaßte Begriffe verallgemeinern muß, um sein zentrales Gebot „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ richtig zu interpretieren.
Räumlich war diese Definition schon damals nicht ausreichend, denn sie sagt nichts über die vielen Passanten aus, die sich nicht um das Opfer gekümmert haben, außer daß sie eben für das Opfer nicht als „Nächste“ zu verstehen sind.
Zeitlich ist sie für die heutige Zeit nicht mehr ausreichend. Sie mag für die Zeitgenossen Jesu ausgereicht haben, weil deren Handlungsspielräume, Informationsflüsse und Verantwortungsbereiche gegenüber denen der heute lebenden Menschen stark eingeschränkt waren. Ein Satz wie „think globally, act locally“ wäre zur Zeit Jesu nur auf Unverständnis gestoßen. Heute ist es an der Zeit, den Begriff „Nächster“ nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich zu erweitern, indem man ihn auch auf die nachfolgenden Generationen bezieht.
Ich schlage daher vor, den Begriff „Nächster“ so zu definieren, daß er alle Mit- und Nachmenschen umfaßt, die mit uns in einem kausalen Zusammenhang stehen können.

Alle Menschen stammen vom Affen ab, das dürfte der Grund dafür sein, dass man sich zur Anfangsfindung der Menschheit das Urbild durch Adam und Eva geschaffen hat. Den nächsten zu lieben wie sich selbst wirft ein ganz anderes Problem auf, denn liebt sich jeder so wie er ist und arbeitet er dann an einer möglichen Diskrepanz? Bei all dem Streben nach Idealbildern, da scheint es mir sehr schwierig den Nächsten klarerer zu definieren, als durch sich selbst, sein eigenes Empfinden für Nähe und die eigene Verantwortlichkeit für dieses Gefühl. Für mich sind die "Nächsten" alle Menschen, denn ich fühle mich in gewisser Weise mit ihnen verbunden, durch Gott und die Zeit bis heute.

Hallo Rosi Steffens,
mich trifft gleich der Schlag!

In der Schöpfungsgeschichte steht folgendes geschrieben
Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land.

Ergo: Der Mensch herrscht auch über die Affen, Äffchen und sogar über die Lackaffen.

Ansonsten ist es in der Bibel so geregelt, dass inhaltlich nichts verändert werden darf. Das steht glaube ich, auf der letzten Seite der Bibel.

Die Bibel ist fehlerloses Wort Gottes ... Dem, was Gott offenbart hat, soll nichts hinzugefügt und davon nichts weggenommen werden ... Das müsste eigentlich für jedes Bildungsniveau leicht verständlich sein.

Es tut mir leid, da habe ich mich wohl im Wort vergriffen. Natürlich stammt der Mensch nicht vom Affen ab, denn der Affe war ja nur der letzte Teil der Evolutionsgeschichte vor dem Menschen.

Ach so! Sie tragen also die Gene der letzten Evolutionsgeschichte in sich und geben diese Gene durch Fortpflanzung an ihre nächste Generation weiter...

Was soll denn dieser Kommentar? Glauben Sie ernsthaft, dass es keine Weiterentwicklung durch Gene gibt, dass Menschen sich nicht mehr verändern und dass alles ewig so bleibt, wie Gott es geschaffen hat?

Schauen Sie sich doch mal erhaltene Erwachsenenkleidung aus der Renaissance und dem Mittelalter an, die in Museen hängt. Die Menschen damals waren erheblich kleiner als heute. Hat Gott diese Menschen damals kleiner geschaffen?

Glaube schließt wissenschaftliche Erkenntnis doch nicht aus... das ist ein ziemlich rückwärtsgewandter Glaube, den Sie da vertreten.

Es mag ja stimmen, dass Sie von einem Gorilla und/oder von einem Orang-Utan abstammen. Sie werden als "Gläubiger" wohl am besten ihre Vorfahren kennen.

Für meine Person kann ich nur eins sagen: ICH stamme von Menschen ab, die Gott erschaffen hat.

Dass in der Renaissance die Menschen kleiner waren hat nichts mit Gott zu tun, sondern zum einen mit den Erbanlagen
(Sie stammen ja zum Beispiel vom Affen ab) und von den Lebensbedingungen, z. B. von der Ernährung (Gorillas sind Blätterfresser) und der damals nicht vorhandenen medizinischen Versorgung. Der Orang-Utan hingegen zeigt starke Spezialisierungen, die an die baumbewohnende Lebensweise angepasst sind. Die Arme sind sehr lang und kräftig und können ausgestreckt eine Spannweite von 2,25 Metern erreichen. Schaun Sie doch mal in den Spiegel, ob Sie da Ähnlichkeiten erkennen.

Heutzutage wird man in Durchschnitt 107 Jahre alt, wie Johannes Heesters. Er war 1,70 cm groß. Er sah bei seinem Tode grade mal aus, wie ein 70ig-jähriger, Dank seines Lebensstils (täglich mehrere Cognacs) und den unzähligen Schönheits-OP`s.

Lieber Herr Dr. Baum,
ein Mann auf dem Weg von Jerusalem hinab nach Jericho geriet unter die Räuber, die ihn ausplünderten und schwerverletzt liegen ließen. Ein vorüberkommender Priester sah ihn und ging weiter, ebenso ignorierte ihn ein Levit. Schließlich sah ihn ein Samaritaner, erbarmte sich...
Anschließend fragt Jesus, wer von den Dreien dem Überfallenen der Nächste gewesen sei. Der Schriftgelehrte erkennt den Sachverhalt und antwortet, dass es der Samaritaner gewesen sei. Daraufhin fordert Jesus ihn auf, ebenso wie jener zu handeln.

Der Schriftgelehrte hat den Sachverhalt verstanden. Leider ist der Sachverhalt an Ihnen, sehr geehrter Herrn Dr. Baum vorbeigegangen.

Ich meine, Herr Dr. Baum, dass Sie diesen Sachverhalt aus der Bibel nicht einfach nach Ihren eigenen Ideen bzw. Ihrem Geistesblitz umschreiben können.

Ich meine, wenn Sie selber mal im Straßengraben liegen, zusammengeschlagen und ausgeraubt, dann können Sie ja ohne weiteres in einem Testament der nächsten Generation den Auftrag geben, herauszubekommen, wer denn ihr Nächster gewesen ist in dieser Situation. Sie können sogar ihre Zeitgenossen fragen, wenn Sie zeitlich und räumlich nicht mehr wissen, wer barmherzig zu Ihnen war und sie aus dem Straßengraben gezogen hat.

Sie können und dürfen alles tun und lassen was Sie wollen, nur nicht die biblischen Inhalte verändern.

Ich fürchte, Sie haben den Sinn meines Beitrags nicht verstanden.
Es liegt mir fern, biblische Inhalte zu verändern. Der Schriftgelehrte hat zweifellos verstanden, wer von den dreien dem Überfallenen der Nächste gewesen ist. Ich denke, das haben Sie und ich gleichermaßen verstanden.
Wer aber war aus der Sicht des Kümmerers (des barmherzigen Samariters) der „Nächste“? Diese Frage ist eine andere Frage, die in diesem Gleichnis weder gestellt noch beantwortet wird. Zur Verdeutlichung ein fiktives Beispiel: Nehmen wir an, der barmherzige Samariter hätte zu Hause ein krankes Kind gehabt und wäre unterwegs gewesen, um Hilfe für dieses Kind zu holen. Wäre dann sein Kind oder der Überfallene sein „Nächster“ gewesen?
Insofern geht Ihr polemisches Beispiel am Sinn meines Beitrags vorbei, denn in Ihrem Beispiel bin ich wieder nur das Opfer, nicht der Kümmerer.
Ich empfehle Ihnen daher, Beiträge erst dann zu kommentieren, wenn Sie sie verstanden haben.

Jesus Christus hat in vielen Gleichnisse "Barmherzigkeit" verdeutlicht, z. B. im Gleichnis vom barmherzigen Samariter, der wegen seiner gesellschaftlichen Herkunft vielerorts nicht gerade als "Rechtgläubiger" galt. Mit diesem Gleichnis hat Jesus Christus die Hörer des Gleichnisses beschämt und so ihre Umkehr zur Hilfe für die Armen, Schwachen und Hilflosen eindrucksvoll angemahnt.

Ob nun Herr Dr. Baum gegenüber dem Halbtotgeschlagenen barmherzig gewesen wäre, das weiß ich nicht. Ich vermute mal, dass sein "fiktives" krankes Kind ihm wichtiger gewesen wäre. Der Halbtotgeschlagene wäre durch dieses Unterlassen möglicherweise gestorben.

In diesem Gleichnis geht es aber nach wie vor NICHT um die Frage, wer für den barmherzigen Samariter der Nächste gewesen wäre, sondern um die Frage, wer der Nächste für denjenigen gewesen ist, der unter die Räuber gefallen war. Wer war barmherzig?

Also nochmal:
In diesem Gleichnis vom "Barmherzigen Samariter" geht es um die "B A R M H E R Z I G K E I T".

So mancher gläubige Doktor XY wäre durchaus gnadenlos, kaltschnäuzig, unmenschlich am Opfer "einfach so" vorbeigegangen.

was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan....das ist die Antwort von Jesus.

Die evangelische Kirche und die katholische Kirche melden sich gemeinsam zu Wort.

Meines Erachtens ist es jedoch unglaubwürdig und keinesfalls "evangelisch", wenn Kirchen und Glaubensgemeinschaften sich zur "Evangelischen Kirche" dazuzählen, die sich nicht ausschliesslich an die biblischen Lehren halten, sondern auch noch anderen Lehren anhängen.

Beispielsweise ist es so, dass Methodistische Kirchen sich sowohl auf Jesus Christus berufen als auch auf die Theologie von John Weseley. Dementsprechend liegt das Hauptgewicht auf GESINNUNG und LEBENSFÜHRUNG. Charakteristisch für Erweckungsbewegungen sind persönliche Bekehrungen, die in einer ethisch veränderten Lebensweise resultieren.

Ich meine, diese Idee stammt von dem Erweckungsprediger Weseley und nicht von Jesus Christus.

Auf Grund dessen können sich verschiedene protestantische Kirchenbünde N I C H T gemeinsam zu Wort melden, weil eben die gemeinsame Grundlage fehlt.

Ich bin der Meinung, dass sich ein Mensch nicht über Gott stellen sollte. Wenn nun plötzlich jede Religion ihre eigenen Regeln zur Lebensführung aufstellt und eigene 10 Gebote erstellt, wo kommen wir dann hin?

Ein gemeinsames Statement der unterschiedlichen evangelischen Strömungen kann folglich nur in einem hoffnungslosen Teufelskreis enden.

Mein Vorschlag: Sie schreiben das Sozialpapier nochmals neu und zwar so, dass jede evangelische Bewegung ihre eigenen Aussagen zu Theologie, Wirtschaft, Nachhaltigkeit ausdrücken kann.

ABER: Wie der einzelen Mensch leben möchte, und sein Lebensstil, das sollte jedem Menschen selber überlassen bleiben. Wir leben nämlich in einer Demokratie.

Sehr geehrte Frau Gast,

Freikirchen - wie die Methodisten - sind keine Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Hier finden Sie eine gute Erläuterung zu den Freikirchen. Sie sind keine Mitautoren der Sozialinitiative.

Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland hält die Umsetzung der Charta Oecumenica für eine der zentralen Aufgaben christlicher Kirchen und sieht in der Arbeitsgemein-
schaft Christlicher Kirchen (ACK) ein unaufgebbares Instrument zur Erfüllung dieser Aufgabe.

Aus diesem Grunde zählt auch die methodistische Weseley-Kirche zu den protestantischen Kirchenbünden. In diesem Fall zählen diese zwar nicht direkt zur EKD jedoch zur ACK-Arbeitsgemeinschaft und hat mit der EKD gemeinsam die sogenannte Charta Oecumenica.

Wie man sieht, gehören alle Freikirchen, auch die Weseleys, auf irgendwelchen Wegen zur EKD dazu.

Die Charta Oecumenica ist ein Text, den alle Kirchen Europas gemeinsam erarbeitet und mit Brief und Siegel unterzeichnet haben.

Das Ziel ist ein praktisches: Die Kirchen wollen das ökumenische Miteinander auf dem europäischen Kontinent intensivieren, indem sie GEMEINSAME REGELN für die Praxis festlegen. Die eigenen, konfessionellen Regeln und Glaubensüberzeugungen fallen somit unter den Tisch. Das kommt im Untertitel der Charta Oecumenica zum Ausdruck: „Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa“.

De Facto: Einer für Alle - Alle für Einen, ohne konfessionelle Grenzen?

Räusper: Wir lassen uns keinen Bären aufbinden!

Sehr geehrte Frau Gast,

das ist alles richtig - aber das macht die Freikirchen trotzdem nicht zu Mitautoren dieser Sozialinitiative, falls Sie diesen Eindruck bekommen haben sollten.

Ach was!
Ich kann das gar nicht glauben, zumal sich die Landeskirchen dankenswerterweise nicht in den Lebensstil von Christen einmischen und diesen auch nicht partout transformieren wollen.

Wenn die Christen in Deutschland auf Teufel komm raus, neue Entwicklungspfade austrampeln sollen, dann sollten die Autoren, wer immer das auch sein soll, genau mitteilen, was den Kirchen eigentlich nicht passt, an unserem lifestyle, bzw. was genau den Autoren an unserem lifestyle nicht passt.

Es ist einfach zu wenig, wenn die Autoren eine öffentliche Beichte ablegen und sagen, dass wir Christen die Wirtschaft transforieren sollen und zusätzlich auch unseren Lebenstil.

Ich schwöre, dass ich keine anderen Menschen als Lustobjekte missbrauche und auch niemandem einen Kredit aufschwatze und dass ich auch keine Literatur konsumieren, wo Menschen missbraucht oder erniedrigt werden. Ich biete auch niemandem einen Kleinkredit an und pflege auch kein Konsumverhalten, das die Schöpfung aus den Angeln heben könnte. Außerdem lebe ich auch nicht über meine Verhältnisse. Ich meine, wer bei Kirchens arbeitet, arbeitet doch eh für Gottes Lohn.

Ehrlich gesagt, möchte ich jetzt mal näheres über den Lebenswandel der Autoren erfahren. Ich bezweifle nämlich, dass dieser so ökologisch einwandfrei ist. Ich schlage vor, dass zunächst mal als Musterbeispiel die Autoren den Pfad der Transformation mit schwerem Schritt begehen sollten. Und zwar ohne irgendetwas ökonomisches zu zerstören! Wenn das erfolgversprechend ist, dann bin ich dabei, bei der Umformung der Wirtschaft. Aber meinen Lebenswandel kann ich wirklich nicht weiter runterschrauben. Lebe bereits seit 10 Jahren mit meinen Kindern, knapp unter der survival of the fittest Grenze.

Dieses Papier liest sich über weite Strecken wie aus Parteiprogrammen (einschließlich der darin enthaltenen Widersprüche) abgeschrieben. Insgesamt vermisse ich in diesem Papier den Mut, sich von den derzeit politisch korrekten Mainstream-Standpunkten zu lösen und eigene, christlich begründete Wege zu gehen.

Was ich bemängele:
- eine zu unreflektierte Benutzung des Begriffs „Nächster“.
- eine nur unzureichende christliche Begründung für eine Verantwortung gegenüber kommenden Generationen. Diese Verantwortung sollte auch in einer Vertretung der Interessen der heute noch wahlunmündigen Kinder Ausdruck finden.
- eine zu einseitige Schuldzuweisung zu den „Finanzmärkten“ und der Gier und Maßlosigkeit der hierin Agierenden.
- Widersprüche in der ethischen Bewertung der sogenannten Bankenrettung.
- Widersprüche in der ethischen Bewertung der Staatsschulden.

Was ich vermisse:
- eine deutliche Stellungnahme für eine Symmetrierung der Arbeitsverhältnisse: Kinder brauchen sowohl Mütter als auch Väter, die sich gleichermaßen um ihre Kinder kümmern und nicht nur um ihre Erwerbstätigkeit.
- eine deutliche Absage an den Fetisch Wachstum. Nachhaltigkeit und andauerndes Wachstum sind nicht miteinander vereinbar.
- eine kritische Distanz zur EU, insbesondere eine klare Verurteilung des in der EU üblichen beschämenden Umgangs mit Flüchtlingen (Lampedusa, Ceuta, Melilla etc.). Wenn man von „gemeinsamer Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft“ spricht, darf man dieses Thema nicht ausklammern.

Nichts Neues!

Ich danke den Kirchen für ihre Offenheit, jetzt wissen wir woran wir sind. Als langjähriger Gewerkschafter und Mitglied unserer Kirchengemeinde, kann ich meine Enttäuschung nicht verbergen. Das Sozialwort der Kirchen von 1997, noch in einem konsiliarischen Prozess formuliert, war ein Mut machendes Wort. Das aktuelle, hinter “verschlossenen Türen“ ausgearbeitete, bleibt hinter dem von 1997 formulierten „sozialen Wort“ weit zurück. So als hätte es die Krise eines entfesselten Finanzkapitalismus gar nicht gegeben. Teile Europas versinken in Armut, die wir alle glaubten überwunden zu haben und die Kirchen lernen nichts dazu. Blumige und wolkige Formulierungen täuschen über den tiefen Graben hinweg, der sie von den Bedürftigen und Hilflosen trennt. Sie bleiben ihrer Tradition treu, am Ende die wahren Konflikte unwahrhaftig zu kaschieren.

Dies verwundert umso mehr, als der jetzige Papst wesentlich härter und kritischer sich in Wirtschaftsfragen äußert. Er orientiert sich, zumindest von der Wortwahl her, an die Befreiungstheologie, diese fordert ja radikal die „Option für die Armen“ ein.

Die deutschen Kirchen repräsentieren wohl zu sehr den Reichtum und die s.g. Eliten um wirkliche Verteilungsansprüche formulieren zu können.

Historisch leider nichts Neues! Christus bleibt leidend zurück, es ist beschämend!

Martin Refle, IGM-Fraktionssprecher VW-Emden

Wer Gott einmal erlebt und sein Wirken bemerkt hat, der leidet nicht. Jesus Christus hat etwas getan, woran wir alle uns ein Beispiel nehmen sollten, jeder einzelne von uns. Er hat aus dem Begriff Gott etwas Lebendiges gemacht und gab dadurch dem Leben neuen Sinn. Das scheint heute nicht mehr möglich zu sein, denn der Mensch hat vergessen wo er herkommt und weiß nicht mehr wo er hin soll. Es ist nicht demokratisch dem Menschen seine Art zu leben vorzuschreiben oder ihn dadurch in eine finanzielle Abhängigkeit zu stürzen, denn er ist heute wie früher der einzige Beitrag zum Fortbestand des Lebens. Kinder in diese Welt zu setzen und sie zu lieben, das bedeutet diese Welt zu achten und auf die Zeit und den eigenen Einfluss darauf zu hoffen. Heute brauchen Kinder mehr Schutz denn je und das ist eine traurige Entwicklung. Es ist zur schweren Aufgabe geworden Kinder groß zu ziehen und ihnen eine wertvolle Erziehung beizumessen. Das kann man an den nachfolgenden Generationen erkennen. Die Erwachsenen sind hier in der Pflicht und zwar alle, das zu geben was sie am meisten haben, Erfahrung. Respekt vor dem Leben hat nur, wer akzeptiert dass der Mensch nicht Gott ist. Hat denn keiner mehr den Mumm sich auf die Hinterbeine zu stellen und gegen den Strom zu schwimmen? Gerade Gewerkschaften hatten einmal den Einfluss, Änderungen nicht nur zu fordern sondern sie hervorzurufen mit der Hilfe großer Teile aus der Bevölkerung.

Die Autoren schreiben über eine sogenannte
"christliche Wirtschaftsethik".

Ich bin der Meinung, dass man ethische Prinzipien und christliche Werte nicht einfach kombinieren kann, so dass die christlichen Werte plötzlich zur Hälfte "ethische Prinzipien" werden.

Meine Herren Bischöfe, so läuft das aber nicht!

Wie soll z. B. das "ethische Prinzip der Schadensvermeidung" mit dem Psalm 103,2 zusammenpassen? Aristoteles begründete die Ethik als eine völlig eigenständige "philosophische" Disziplin. Sie dürfen dem Aristoteles nicht einfach etwas komplett anderes unterschieben! Zum Beispiel das allerhöchste Gebot von Jesus Christus.

Wenn ein Unternehmer nun behauptet dass er nach der "christlichen Wirtschaftsethik" sein Unternehmen führt und sogar schriftlich als Leitbild niederschreibt, dass sein Unternehmen
"ein Werkzeug Gottes" ist, dann zeugt das schon von einer gewissen Frechheit. Wer so handelt, ist in meinen Augen ein Hochstapler. Denn so mancher Unternehmer behauptet derzeit ein sogenannter: "christlicher Wirtschaftsethiker" zu sein!

Mundus vult decipi (Die Welt will betrogen werden) – unter diesem Motto schaffen es christlich-ethische Betrüger immer wieder, die Leichtgläubigkeit und das Vertrauen ihrer Mitmenschen und Mitarbeiter auszunutzen.

Trotzdem genießen diese "selbsternannten christlichen Wirtschaftsethiker" gewisse Sympathien, wenn sie als die moderne Eulenspiegel auftreten, die die Welt retten wollen!

Es hört sich zwar christlich an, wenn ein Unternehmer behauptet, dass "alle Gewinne" an die Mitarbeiter verteilt werden, als Erfolgsprämie sozusagen und dies dann auch tatsächlich tut.

Letztendlich handelt dieser Unternehmer mit Belohnungssystemen und keinesfalls nach christlichen Maßstäben.

Mal ehrlich -
Wie hört sich nachfolgender Slogan in Ihren Ohren an???

"Wir führen christliche Reparaturen durch und mit unseren Gewinnen unterstützen wir Organisationen, die die Lebensbedingungen von Menschen verbessern", "denn wir sind das Handwerkszeug Gottes"!

"Unser Unternehmen ist kein Selbstzweck, sondern ein Instrument für Gottes größere Absichten"!

"Wir wollen mit unserem Tun Gott ehren!"
Denn: "Wir sind die Werkzeugkiste Gottes!"

Ähnlichkeiten mit real existierenden Unternehmer-Slogans sind rein zufällig.

Das neue Sozialwort der Kirchen enttäuscht, entsetzt und empört mich. Mir fehlt der europäische Befreiungstheologische Ansatz, verbunden mit der bedingungslosen Option für die Armen und ausgegrenzten unserer Gesellschaft. Hartz V, Zeitarbeit, befristete Arbeitsverhältnisse, Leiharbeit und Wekrsverträge sind menschenunwürdig und sofort abzuschaffen. Das Sozialwort wurde meines Erachtens aus dem Blickwinkel der Wirtschaft, Politik und Arbeitgeber verfasst. Ich vermisse die Argumentation von der Basis her. Ein würdiger Mindestlohn im zweistelligen Bereich und die Forderung nach eimem bedingungslosen Grundeinkommen müsste aus der Sicht des "Mannes aus Nazareth" verbindlich sein. Der mutige Ansatz von Papst Franziskus, dass unser Wirtschaftssystem tötet und versklavt und die Menschen zu Konsumsklaven degradiert werden, muss unbedingt einfließen und verstärkt werden. Das Sozialwort wird nur Gehör finden, wenn die Tradition des religiösen Sozialismus weiterentwicklet werden. So findet es in der Bevölkerung keinen Widerhall. Die Kirchen versäumen mit dieser Stellungnahme die goße Chance in der arbeitenden Bevölkerung wieder Gehör zu finden. Außerdem fehlt jedliche Verpflichtung, dass kirchliche Betriebe eine Alternative zum bestehenden Raubtierkapitatismus bieten. Vermutlich wird die Kirche erst dann wieder "beim kleinen Mann" spürbar werden, wenn der Klerus sämtlicher Privilegien enthüllt ist und er selbst in Erwägung ziehen muss, Hartz V Empfänger werden zu können. So wirkt das Papier wie ein Solidaritätspapier der mächtigen evangelsichen und katholischen Kirchenherren, das die Allianz von Thron und Altar verfestigt und sich immer weiter von der Realität der Mittel- und Unterschicht entfernt.

Tja! Um einen "würdigen" Mindestlohn von 8 Euro und 50 Cent einzuführen, wird seit Monaten herumpalavert ohne Ende.

Demgegenüber bekommen die Manger der Banken 5fache Monatsgehälter als Provision ausbezahlt. Doch nicht nur das: Zum Manager-Gehalt werden noch zusätzlich ein Dienstwagen gestellt, der auch privat genutzt werden darf. Selbst wenn die Ehefrau den Dienstwagen zum shopping fahren benutzt, ist sie vollkommen mit abgesichert, einschliesslich der Kinder. Urlaubsfahrten innerhalb Deutschland sind gratis. Krippenplatz und Kindergarten plus Mittagessen für die Kinder und Mittagessen für den Manager werden vom Unternehmer bezahlt, einschliesslich dem Fitness-Studio mit dem persönlichen Personaltrainer. Die Gesundheit der Manager ist den Chefs einiges Wert. Dieser geldwerte Vorteil geht am Finanzamt spurlos vorbei, einschliesslich der Kinogutscheine "ohne Wertangabe" (ALLE sind eingeladen - das dient der Vergrößerung des Netzwerkes), na ja, dann gibt es da noch die verbilligte Miete fürs energieeffiziente ökologische Haus mit dem gratis Blockheizkraftwerk und selbstverständlich sonstige Waren, wie die wöchentliche Kiste Wein und Dienstleistungen.

Diese Tauschgeschäfte werden zwar vom Fiskus zur Kenntnis genommen, aber der Staat kann nichts dagegen unternehmen! Wie auch? Da müsste man ja hundertausende von Detektive beauftragen.

Mein Caritas-Chef möchte zwar gesunde Mitarbeiterinnen haben, und hat in Eigeninitiative "FitnessStudio Verträge" für die Mitarbeiter zwar zum Schnäppchenpreis von 100 Euro/monatlich mit dem Fitness-Betreiber ausgehandelt, bezahlen sollen wir aber gefälligst selber! Und das von unserem Hungerlohn! Ich bin der Meinung, dass der Arbeitgeber Kirche noch ausgefuchster ist als der Banken-Arbeitgeber!

Seit neuestem bekommen wir (Caritas) pro Monat ganze "10 Euro" Benzingutschein, verteilt in jährlichen 3 Monatsraten, wenn die Arbeitnehmer ihre selbstbezahlten PKW`s mit Magnet-Werbeschilder behängen. Dieser Mini-Gutschein bei ARAL zählt jedoch zum anrechnungsfähigen Arbeitslohn bei Hartz-Aufstockern dazu, wird folglich den Armen gleich wieder vom Staat (Jobcenter) abgezogen.

Ich bin der Meinung, dass sich Banken und Kirchen nichts schenken! Ops! Ich meinte, die beiden beschenken sich doch gegenseitig am laufenden Band. Bauernschlau und Geschäftstüchtig sind sowohl Banken als auch die Kirchen.

Die wesentlichen"Existenzfragen" vieler Millionen Menschen sind aktuell und unmittelbar verbunden, mit immer täglich neuen wechselnden Herausforderungen. Ob ich morgen noch einen Job habe , oder mich schämen muss Hartz IV zu beantragen.Mein mühsam erspartes Geld erst ausgeben muss, um ganz nackt und völlig schutzlos dem "Sozialstaat" gegenüber treten zu können?
Die "Würde des Menschen" ist mehr als verletzbar gemacht geworden. In der "Not" hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner - da gibt es keinen "Millarden-Schutz-Schirm" mehr, den bekommen zuerst die "Banken" die sind Überlebenswichtig für das reibungslsoe funktionieren eines Wirtschaftssystems.
Nur das was wirklich im irdischen Leben als "Gutes und würdevolles Leben"
zählt,ist die innere Zufriedenheit,das Glück für alle Menschen und ein Gemeinschaftssinn für Frieden und Gerechtigkeit in jedem Land und an jedem Ort dieser Welt.
Diese Verantwortung hat jede Regierung als verpflichtendes Ziel zu erfüllen, die "Eidesformel lautet": Schaden vom deutschen Volk und damit vom einzelnen Bürger abzuwenden....

Da lobe ich mir diejenigen Unternehmer, die ihren Mitarbeitern noch zusätzliche Naturalleistungen zum Lohn obendrauf geben! Einen täglichen Haustrunk spendieren, gleich Fassweise! Rülps!

Die Mitarbeiter im Brennstoffhandel und insbesondere in der Forstwirtschaft haben sich allesamt einen nachträglichen offenen Kamin einbauen lassen, denn es gibt ein Anrecht auf Brennholz - und das auch noch steuerfrei!

In Betrieben der Elektroenergieerzeugung werden Stromrechte vergeben.

Ein Hartz-4-Empfänger bekommt höchstens Sanktionen und die Androhung von Knast, wenn versehentlich der 13jährige Teenager einer Hartzer-Familie seine paar Euros fürs Zeitungsaustragen nicht mitgeteilt hat!

Die konkrete Gestaltung des Sozialstaats erfolgt in der Sozialpolitik. Wenn ich mir nur mal eine Teildisziplin des Sozialstaates anschaue, nämlich die Arbeitsmarktpolitik, dann muss ich feststellen, dass vor allem der Arbeitgeber Kirche sehr gerne auf qualifizierte Fachkräfte verzichtet und statt dessen sehr gerne auf Laien zurückgreift.

Ich frage mich, wozu eine Erzieherin eine 4-jährige Ausbildung durchläuft, damit am Ende der Ausbildung dann der Papa von Max den "Musikunterricht" in der Kita erteilt, der Opa von Lieschen Müller das Vogelhäuschen mit den Kindern bastelt und der Professor der Fachhochschule mit den Kindern die Experimente durchführt und die Feste und Feiern im Kirchenjahr von den Eltern organisiert und durchgeführt werden.

Ich frage mich, warum Laien mit schwarzem Talar und ohne Bibel im Kirchengebäude unterwegs sind, die im wahren Leben bei der Krimalpolizei oder im OBI-Baumarkt arbeiten? Und warum alte Menschen von Hilfskräften ohne Ausbildung gepflegt werden und gleichzeitig hochqualifizierte Pflege-Fachkräfte aus China eingeflogen werden mit freundlicher Unterstützung der Agentur für Arbeit?

Chinas Regierung unterstützt sogar die Abwanderung. Das Positive daran ist, dass alte Menschen in diesem asiatischen Kulturkreis ganz anders geachtet und geschätzt werden, als in unserer deutschen Gesellschaft, wo arme Leute gleich mehrere Jobs annehmen müssen, und schon allein aus diesem Grunde ihre alten Eltern nicht mehr anrufen können und die Reichen den Hals nicht voll genug kriegen vor lauter Unersättlichkeit !

In China leben, lieben und arbeiten die Menschen ab der Kindheit bis zum Tode stets beim gleichen Arbeitgeber, und die Arbeit ist dort in China das Allerwichtigste in jeder Arbeitseinheit. Geld wird nicht ausgegeben sondern gespart. Die Arbeitsgruppe und der Chef sind quasi gleichzeitig die Familie. Jetzt kommen diese guten Menschen alle zu uns und bringen erfreulicherweise auch noch ihre Lebensphilosophie mit: Lebe um zu arbeiten! In Deutschland gibt es zumindest keine 1-Kind-Politik wie in China. Ich meine, in unserem Staate braucht man ja viele Kinder, sonst bricht das Sozialsystem in sich zusammen. Wenn es dann Dank der Einwanderung wieder mehr Kinder gibt, dann könnte sich die soziale Politik auch die leidlichen Diskussionen um die Sterbehilfe ersparen.

Neulich war ein Unternehmenberater in der Caritas-Sozialstation und hat die Mitarbeiter geschult. Er hat vorwurfsvoll gesagt, wir wären die "Erben-Retter". Viele Pflegebedürftige hätten zwar eine Immobilie, jedoch eine kleine Rente. Wir sollen den alten Herrschaften "empfehlen" dass diese eine Hypothek oder ein Darlehen aufs Haus aufnehmen sollen, damit sie Geld übrig haben, für zusätzliche Pflegeleistungen.

Jetzt ist es schon so weit, dass alte Menschen ihr hart erarbeitetes Zuhause verschulden sollen. Ahnungslose Angehörige nehmen möglicherweise nach dem Tode des Verschuldeten das Erbe an und erben dann rechtmäßige Schulden bis zum Dachgiebel. Soviel zum Thema Umverteilung.

Die Evangelische Kirche ruft zum Fasten auf, obwohl für evangelische Christen, Martin Luther das Fasten abgeschafft hat. Martin Luther hat seine Gründe gehabt, das Fasten abzuschaffen. Welche Gründe hat die Evangelische Kirche, das Fasten wieder einzuführen? Ich meine, dass zunächst mal diese Frage geklärt werden sollte, bevor sich die Evangelische Kirche um politische Fragestellungen kümmert.

In seinem alten Glauben, als Mönch, hatte Martin Luther viel gefastet. Er hat, genauso wie das Volk Israel, durch das Fasten, Gottes Nähe gesucht. Nach dem Motto: „Wenn ich Gott ein Opfer bringe, indem ich aufs Essen verzichte, dann wird Gott mir vielleicht gnädig sein.

Über zehn Jahre lang hat Luther so um Gottes Gnade gekämpft und ist fast daran zur Grunde gegangen. Bis dann das Wunder geschehen ist und er plötzlich, als wenn ein Brett vor seinem Kopf zerbrochen wäre, ganz klar gesehen hat: Ich brauche ja gar nicht um Gottes Gnade zu kämpfen. Ich habe sie ja schon – umsonst! Gott ist mir ja schon lange gnädig, seit Jesus für mich gestorben und auferstanden ist. Da ist von dem Mönch Martin Luther eine ungeheure Last abgefallen. Von da an hatte er sich nicht mehr gefürchtet – nicht vor Menschen, nicht vor Hölle, Tod und Teufel. Von da an war für Luther das Fasten sinnlos. Er hat erkannt: Gott will kein Opfer von mir.

Jetzt geht die Evangelische Kirche Deutschlands einfach her, und behauptet genau das Gegenteil, nämlich, dass wir 7 Wochen lang fasten sollen. So nach dem Motto: Gott will nun doch ein Opfer von mir und von Dir. Und: Das was Martin Luther entdeckt hat, das ist Schnee von vorgestern?

Die Fastenaktion der evangelischen Kirche ermuntert sogar, ausgetretene Pfade "im Denken" zu verlassen.

Ich bin der Meinung, dass mit dieser Fastenaktion die evangelischen Pfade "im Glauben" verlassen werden, so dass als nächster Trampelschritt die konfesionellen Grenzen niedergetrampelt werden.

Obwohl wir, die evangelischen Christen, von dieser Erkenntnis Martin Luthers leben, lassen wir uns von einer 7-wöchigen Fastenaktion ein X für ein U vormachen. Obwohl wir ganz genau wissen: wir brauchen nichts tun. Weil Jesus Christus schon alles für uns getan hat. Luther hat erkannt: Die Gnade ist umsonst!

Doch wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft, wo man im Vorbeigehen alles mitnimmt, was man kriegen kann und was nichts kostet. Wenn man da hört: die Gnade ist umsonst, dann bedeutet das für viele Leute: billiger Ramsch. Umsonst, das bekommt man nachgeworfen. Man nimmt es mit, weil es nichts kostet, aber man wirft es genauso schnell wieder weg.

Dass nun gerade die Evangelische Kirche ihren eigenen Glauben auf den Müll schmeisst, das ist doch sehr bedenklich!

Das Volk Israel fragte seiner Zeit: »Warum fasten wir, und du siehst es nicht an? Warum kasteien wir unseren Leib, und du willst's nicht wissen?«

Und Gott antwortet: Siehe, an dem Tag, da ihr fastet, geht ihr doch euren Geschäften nach und bedrückt alle eure Arbeiter. Siehe, wenn ihr fastet, hadert und zankt ihr und schlagt mit gottloser Faust drein. Ihr sollt nicht so fasten, wie ihr jetzt tut, wenn eure Stimme in der Höhe gehört werden soll.

Die religiöse 7-wöchige Übung ist ein großer Schmarrn!
Gott ist nicht der billige Jakob und Jesus ist nicht der Allianz- Vertreter. Wir müssen nicht fasten. Wir müssen die Pfade unseres Denkens nicht verlassen. Wir müssen die Pfade unseres Glaubens nicht verlassen. Aber wir sollen uns um den "geringsten Bruder" kümmern. Das einzige Kriterium des Letzten Gerichts ist unser Verhalten gegenüber den Hungernden und Dürstenden, gegenüber den Fremden und Obdachlosen, gegenüber den Nackten, Kranken und Gefangenen. Jesus identifiziert sich mit dem geringsten seiner Brüder. Er lässt sich finden in den
Schwachen und Verlorenen, in den Hungernden und Armen.

Ich glaube, dass sich die Evangelische Kirche Deutschlands irgendwo im dunklen Wald verirrt hat.